21.08.2019 13:36 |

Äskulapnatter-Alarm

D: Schutzoffensive sorgt für Schlangeninvasion

Bei den getroffenen Maßnahmen zum Schutz der Äskulapnatter in der Region Odenwald im deutschen Bundesland Hessen ist die eingesetzte Arbeitsgemeinschaft offenbar sehr gründlich vorgegangen. Die eigentlich vom Aussterben bedrohte Schlange hat sich mittlerweile zu einer regelrechten Plage entwickelt. Die Reptilien dringen sogar bis in die Wohnzimmer von Hausbesitzern vor. Das nervt viele Betroffene, die dem Besuch der bis zu zwei Meter langen Nattern nur wenig abgewinnen können.

Nur an vier Orten in Deutschland kommt die Äskulapnatter vor. Einer dieser Lebensräume der seltenen und streng geschützten Schlange befindet sich im Odenwald. Um die Population anzukurbeln, wurden Eiablageplätze und Tagesverstecke eingerichtet.

Bestand der Nattern gesichert - Dorfbewohner genervt
Die Maßnahmen der „Arbeitsgemeinschaft Äskulapnatter“ verfehlten ihre Wirkung nicht: Die größte Schlangenart in Mitteleuropa vermehrte sich so prächtig, dass sie sich immer näher auch an Menschen heranwagt. Viele sind genervt von den unerwünschten Gästen in Garten und auch Wohnräumen.

„Müssen sie aus den Wohnzimmern rausscheuchen“
„Wir haben die Schlangen mittlerweile in den Wohnungen und müssen sie aus den Wohnzimmern rausscheuchen, weil sie unter dem Tisch liegen. Das ist für alle Beteiligten nicht mehr so angenehm“, beschwerte sich Ortsbeirätin Martina Tavaglione aus Wald-Michelbach gegenüber der „Hessenschau“.

„Haben einen Durchmesser von meinem Unterarm“
Obwohl das Reptil ungiftig ist und als friedlich gilt, sorgt es für Unbehagen. „Die Äskulapnattern, die wir hier haben, sind teilweise zwei Meter lang und haben einen Durchmesser von meinem Unterarm. Und natürlich haben diese Tiere auch Zähne“, so Tavaglione.

„Schlangenbeauftragter“ soll für Harmonie sorgen
Der strenge Artenschutz stellt ein Problem im Umgang mit den Plagegeistern dar: Die Tiere dürfen weder eingefangen noch umgesiedelt werden. Nun soll ein „Schlangenbeauftragter“ gefunden werden, der für ein harmonisches Zusammenleben zwischen Äskulapnatter und Mensch sorgen soll.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter