20.08.2019 16:55 |

Bei Bauarbeiten

Grusel-Fund: Skelett in Wiener City ausgegraben

Bei Bauarbeiten für eine Neugestaltung und eine Tiefgarage am Neuen Markt in der Wiener Innenstadt ist von archäologischen Forschern am Montag um 13 Uhr ein menschliches Skelett entdeckt worden. Ein Leserreporter war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und schaffte es, Fotos des Grusel-Fundes zu knipsen.

Erfolgreicher Tag für das zuständige Team der Forschungsgesellschaft Wiener Stadtarchäologie (FWS). Im Auftrag der Best in Parking Holding AG unterstützen sie die Umgestaltung des Platzes im ersten Wiener Gemeindebezirk und der neuen Tiefgarage mit Ausgrabungen. Die gefundenen Knochen müssen für genauere Erkenntnisse aber erst untersucht werden.

„Wir haben es eigentlich erwartet“
krone.at erreicht die Chefin des Teams: „Eine Sensation ist es nicht, wir haben es eigentlich erwartet“, so die Obfrau der FWS, Elfriede Huber. Weitere Funde aus der Zeit der Römer bis zum Mittelalter und der Moderne werden nicht ausgeschlossen. Nähere Angaben will sie nicht machen.

Auch die Abteilung für Archäologie am Bundesdenkmalamt verweist bei Fragen zum Skelett auf Johann Breiteneder, Chef der „Best in Parking Holding AG“, des Auftraggebers. Von dieser Seite heißt es: „Mittlerweile wurden mehrere Bestattungen eines - in dieser Lage auch bekannten - römischen Friedhofes freigelegt. Sämtliche archäologischen Strukturen, die im Zuge des Tiefgaragenbaues gefunden werden, werden nach genau festgelegten Richtlinien ausgegraben und dokumentiert.“

Für die Öffentlichkeitsarbeit der zukünftigen Parkplätze und der Funde ist der Chef der AG höchstpersönlich zuständig. Weder am Montag noch am Dienstag konnte dieser eine Stellungnahme zur Knochenausgrabung und deren Bedeutung abgeben. Einzig: Die Funde werden vom Wien Museum übernommen.

Letztes Skelett vor zwei Jahren gefunden
Sie war jung, weiblich, arm, krank und starb vor 300 Jahren - zuletzt wurden im Mai 2017 am Wiener Stephansplatz Knochenreste ausgegraben. Das Skelett wurde dem Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI) zur Analyse übergeben. Dieses bestimmte Geschlecht und Alter - weiblich, 25. Die genaue Identität der Toten wird aber ein Rätsel bleiben.

Alexander Bischofberger-Mahr
Alexander Bischofberger-Mahr
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