14.08.2019 06:13 |

Unfall und Baustellen

Auf Westbahnstrecke ist jetzt Geduld gefragt

Die Bauarbeiten auf der Weststrecke erreichen heuer einen neuen Höhepunkt: Am Montag starten im Flachgau und in der Stadt Salzburg gleich vier Baustellen. In den drei Wochen Bauzeit ist nur ein Gleis befahrbar – rund 2800 Züge fallen aus oder müssen durch Busse ersetzt werden. Vorerst sind die ÖBB aber noch mit den Reparaturarbeiten nach dem Crash eines Zugs mit einem Lkw beschäftigt.

„Wir konnten am Montag gegen 22 Uhr zumindest ein Gleis wieder freigeben. Am beschädigten zweiten Gleis dauern die Reparaturarbeiten aber mindestens bis Donnerstag“, so ÖBB-Sprecher Robert Mosser. Nach dem Zusammenstoß eines Autotransporters mit einer Westbahn-Garnitur in Seekirchen vom Montag wird es also in dem Bereich weiter zu Behinderungen kommen. Möglicherweise wird man auch erst am Freitag fertig. 200 Betonschwellen müssen mithilfe einer Spezialmaschine ausgetauscht werden. Diese wurde bereits am Dienstag angeliefert.

Inzwischen wurde die schwer beschädigte Westbahn-Lok in eine Werkstatt gebracht. Das Zugfahrzeug war beim Zusammenstoß einseitig entgleist. Die Reparatur wird erhebliche Kosten verschlingen. „Wir untersuchen zudem, ob es irgendwelche technischen Probleme gab“, hieß es von Seiten der Westbahn.

77 Millionen Euro fließen 2019 ins Schienennetz

Die Weststrecke ist eine der am stärksten frequentierten Bahnstrecken des Landes. Mehr als 300 Züge fahren hier täglich durch Salzburg und nützen so die Anlagen ab. Die ÖBB investieren deshalb alleine heuer rund 77 Millionen Euro in die Modernisierung des Schienennetzes. Schon im Mai startete der Ausbau des Bahnhofs Neumarkt-Köstendorf, der zur neuen Verkehrsdrehscheibe im Flachgau werden soll. „Wir schaffen damit die nötige Infrastruktur für einen leistungsfähigen und attraktiven Bahnverkehr im Flachgau und dem angrenzenden Innviertel“, sagt Projektleiter Christian Höss.

ÖBB starten am Montag eine große Bauoffensive

Nun steht die nächste Bauoffensive bevor: Am Montag beginnen vier Baustellen auf der Weststrecke. „Wir bündeln gleich mehrere Vorhaben und schaffen damit die Grundlage für sicheren und pünktlichen Bahnverkehr“, begründet Regionalmanager Helmut Windhager die intensive Bauphase. Man wolle die Einschränkungen für die Fahrgäste so kurz wie möglich halten.

Die Koordinierung als große Hausforderung

„Die Planung war zwar eine gewaltige logistische Herausforderung, aber wir arbeiten somit ordentlich und vernünftig“, sagt Windhager. Das größte Projekt in den kommenden Wochen ist die Erneuerung von rund 2,4 Kilometer Gleisanlagen zwischen Hallwang und Seekirchen. Dazu werden 15.000 Tonnen Gleisschotter und 12.000 Tonnen Material benötigt sowie 4800 Meter Schienen und 4000 Betonschwellen verbaut.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
Manuela Kappes
Manuela Kappes

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