08.08.2019 20:38 |

Terrorverdacht

Zirngast: Gerichtstermin am 11. September

Seit über einem Jahr sitzt der steirische Journalist und Student Max Zirngast in der Türkei fest. Im September des Vorjahres wurde er ja mit drei Türken festgenommen, ihm werden Verbindungen zu einer Terrororganisation nachgesagt. Am 11. September wurde die nächste Verhandlung gegen den 30-Jährigen anberaumt.

Seit 2015 lebte der 30–Jährige in der Türkei und studierte Politikwissenschaft an der Technischen Universität des Nahen Ostens in Ankara. In seinen Artikeln äußerte er sich immer wieder kritisch über die Regierung. Festgenommen wurde der Steirer, weil er unter dem Verdacht steht, einer terroristischen Organisation anzugehören, was er vehement abstreitet. Zu Weihnachten des vergangenen Jahres wurde er überraschend freigelassen. Unter anderem unter der Auflage, nicht auszureisen und sich jede Woche einmal bei der Polizei melden zu müssen. Diese wurde allerdings mit dem ersten Verhandlungstermin im April diesen Jahres aufgehoben.

Neuer Gerichtstermin am 11. September
Der Leibnitzer sieht sich als politischer Gefangener, der sich keinen fairen Prozess erwartet. Für den nächsten Termin am 11. September – eine mehrjährige Haftstrafe ist möglich – wird reges Medieninteresse erwartet. Vor Ort wird auch Sepp Hartinger, ein enger Vertrauter der Familie und Gründer der Europäischen Vereinigung der politischen Berater, sein: „In der Türkei ist alles und nichts möglich. Wir gehen aber davon aus, dass wieder vertagt wird. Wir hoffen auf eine Ausreisegenehmigung für Max. Sein Anwalt ist intensiv bei der Sache.“

Zirngast darf aktuell nicht studieren und wird von der Steiermark aus von seinen Eltern wo es geht unterstützt, auch in finanziellen Belangen. Er lebt mit seiner türkischen Freundin zusammen und darf sich frei bewegen. Hartinger: „Wir können zwar keinen Einfluss auf den Prozessverlauf nehmen, dennoch glauben wir, dass eine starke Präsenz zumindest eine moralische Unterstützung ist.“

Monika Krisper
Monika Krisper
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