08.08.2019 07:09 |

Nach Massakern

Amnesty warnt Reisende vor Gewalt in den USA

Nach den jüngsten Bluttaten in den USA ruft Amnesty International Reisende in die USA zu erhöhter Vorsicht auf. Diese sollten wegen der weitverbreiteten Schusswaffengewalt stets einen Notfallplan haben, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch. Pistolen und Gewehre seien in den USA „omnipräsent“, niemand sei vor Waffengewalt sicher.

Mit diesem ungewöhnlichen Schritt will die NGO den Druck auf die Regierung von Präsident Donald Trump erhöhen. Die Begründung lautet: Bei ähnlich hohem Gewaltniveau in anderen Ländern würde das Außenministerium in Washington US-Bürger nämlich vor einer Reise warnen. „Menschen in den Vereinigten Staaten können nicht wirklich erwarten, nicht zu Schaden zu kommen“, erklärte Ernest Coverson, Leiter der Kampagne zum Stopp von Waffengewalt bei Amnesty in den USA. „Einmal mehr wird es ernüchternd klar, dass die US-Regierung unwillig ist, für Schutz vor Waffengewalt zu sorgen“, erklärte er.

Am Samstag hatte ein offenbar rassistisch motivierter Täter in der texanischen Stadt El Paso das Feuer eröffnet. Dabei kamen 22 Menschen ums Leben. Ein weiterer Schütze tötete in der Stadt Dayton im Staat Ohio am frühen Sonntagmorgen neun Menschen.

Debatte über Verschärfung des Waffenrechts
Seither ist in den USA einmal mehr eine Debatte um eine Verschärfung des Waffenrechts entbrannt. Präsident Donald Trump versprach, sich für eine landesweit verbindliche strengere Überprüfung potenzieller Waffenkäufer einzusetzen.

Die Demokraten verlangen auch ein Verbot von Sturmgewehren. Die Angreifer von El Paso und Dayton benutzten solche Schnellfeuerwaffen. In den USA kommen jährlich Tausende Menschen durch Schusswaffengebrauch ums Leben

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