Umwelt-Bedenken

Der Nachtwanderweg muss nun doch finster bleiben!

In St. Wolfgang ist der „Nachtwanderweg Bürglstein“ ins Wasser gefallen. 38 Laternen hätten in den Abendstunden die Strecke nach Strobl ausleuchten sollen. Dagegen legte sich die Umweltanwaltschaft quer.

„Schade. Es wäre eine große Bereicherung für unser touristisches Angebot gewesen“, ist Wolfgangsee-Tourismus-Boss Hans Wieser geknickt. Aus der Beleuchtung des beliebten und barrierefreien Bürglsteinwegs von St. Wolfgang nach Strobl wird nun doch nichts.

Lichtverschmutzung zu groß?
Gescheitert ist das Projekt an den Bedenken über die Lichtverschmutzung. „Dabei haben wir die Helligkeit der Lampen während der zweijährigen Planungsphase um mehr als die Hälfte reduziert. Die Lichter hätten wir sogar von 22 Uhr bis 6 Uhr abgedreht“, so Wieser.

EU-Gelder wären geflossen
Die Beleuchtung war aber nicht nur als Touristenattraktion gedacht. Auch die Bewohner des naheliegenden Seniorenheimes hätten von dem beleuchteten Pfad profitieren sollen. „Beispiele, wo es geht, gibt es viele“, nennt Wieser etwa den Finesweg in Serfaus (Tirol). Bitter: Für das 240.000- Euro-Projekt gab es bereits die Zusage für 140.000 Euro an EU-Fördergeldern.

Auch positive Reaktionen
Erfreut übers Aus ist Johann Gerstbauer aus Bad Ischl, der dem Projekt stets kritisch gegenüberstand: „Es stellt sich schon die Frage, ob deswegen ein Tourist mehr gekommen wäre.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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