Kampf gegen Überschuss

Steyrerin gründet Kuppelbörse für Obst und Gemüse

Oberösterreich
07.08.2019 16:00

Zuletzt ist Metro auf den Geschmack gekommen, in ausgewählten Merkur-Märkten in Wien gibt’s die Unverschwendet-Produkte schon länger. Immer weitere Kreise zieht die von Cornelia und Andreas Diesenreiter gegründete Feinkost-Marke, die Marmelade, Säfte und Co. aus überschüssigem Obst und Gemüse herstellt.

„Wir haben im Vorjahr mehr als eine Million Kilo überschüssiges Obst und Gemüse von Landwirten angeboten bekommen, wovon wir nur knapp drei Prozent retten konnten“, erzählt Cornelia Diesenreiter, die 2016 die Feinkost-Marke Unverschwendet gegründet hat, bei der sie mit Bruder Andreas (34) Obst und Gemüse zu Säften, Chutneys, Senf, Saucen und Marmeladen verarbeitet, das normal weggeworfen würde.

Anfragen steigen
Zu groß, zu viele Kerne, zu spät reif, zu große Mengen - es gibt viele Gründe, warum Obst und Gemüse der Bauern keinen Abnehmer findet. In dieser Situation wird Unverschwendet auf den Plan gerufen, wo derzeit die Hauptproduktionszeit ist. „Noch viel mehr als im Jahr davor“ wird laut Diesenreiter den Steyrern heuer angeboten, deren Team auch deshalb wachsen soll. Für den Vertrieb und die Logistik sind Mitarbeiter gefragt.

Erste Tests erfolgreich
Abseits davon treibt die 32-Jährige die Einrichtung einer Unverschwendet-Überschussbörse voran. „Überschüsse aus der Landwirtschaft sollen an die Gastronomie, an die Großküchen und die Lebensmittelindustrie vermittelt werden“, erzählt „Verkupplerin“ Diesenreiter, „das Interesse seitens der Gastronomie an der B- und Überschuss-Ware ist groß, erste Testversuche verliefen bereits erfolgreich.“

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