08.08.2019 16:01 |

Für die Umwelt

Warum Regional nicht egal ist

Vermissen Sie auch schon die heimischen Erdbeeren? Die meisten österreichischen sind schon vor ein paar Wochen aus dem Supermarktregal verschwunden. Jetzt gibt es sie, wie im Winter, nur noch aus dem Ausland oder aus Glashäusern. Aber auch jetzt im Spätsommer hat der heimische Garten einiges zu bieten.

Um den Überblick zu behalten, hilft es, sich einen Saisonkalender anzulegen. Am besten und günstigsten ist es, wenn Sie ihn auch noch selber basteln. Einfach im Internet etwas recherchieren und auf ein Blatt Papier schreiben oder zeichnen. Übrigens auch eine tolle Aktivität mit Kindern! So sind sie beschäftigt und entwickeln nebenbei noch Bewusstsein für die Saisonen und lernen dabei auch noch die Namen heimischer Obst- und Gemüsesorten kennen.

Wenn Sie genug Platz im Tiefkühler haben, können Sie auch vieles einfrieren, um es haltbar zu machen. So können Sie auch im Winter ohne schlechtem Gewissen frische Beerensaucen genießen. Doch nicht alle Sorten lassen sich gut einfrieren. Wassermelonen und Gurken sollten wegen ihrem hohen Wassergehalt besser nicht gefroren werden. Die Folge wäre nach dem wiederauftauen ein matschiger, unansehnlicher Brei. Denn wenn das Wasser in den Zellwänden gefriert, dehnt es sich aus und zerstört sie.

Generell lässt sich sagen, dass gefrorenes Obst und Gemüse sich besser für Saucen, Suppen oder Smoothies eignet. Da darf es dann auch gerne überreif sein. Einfrieren ist aber nicht die einzige Art des Haltbarmachens.

Essig, Öl und Fett, Salz und Zucker eignen sich ausgezeichnet zum Konservieren. Mit Gelierzucker eingekocht sind Marmeladen sogar einige Jahre lang haltbar. Bei einem französischen Confit wird Geflügel eingesalzen, in seinem eigenen Fett geschmort und anschließend darin bis zu ein paar Wochen lang aufbewahrt. Viele italienische Antipasti werden auch gerne in Öl eingelegt. In Salz einlegen ist eine der ältesten Konservierungstechniken. Die marokkanischen Salzzitronen, Oliven, sogar Käse und Fleisch werden so haltbar gemacht. Der Käse wird in einer sogenannten Salzlake gereift und auch verkauft. Beim Fleisch nennt man es „pökeln“ oder auch „suren“. Die bekanntesten Vertreter des in Essig einlegten Gemüses sind Essiggurkerln. Sie dürfen bei keiner Jause fehlen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, Lebensmittel zu konservieren. Aber warum soll man denn nun keine Erdbeeren im Winter kaufen?

Die Begriffe Regionalität und Saisonalität werden immer wichtiger. Das ist auch gut so! Lebensmittel, die von weit her eingeflogen werden, haben einen großen negativen Einfluss auf die Umwelt. Gerade jetzt kurz nach dem „Weltüberlastungstag“ ist ein Umdenken wichtig.

Falls Sie es nicht mitbekommen haben: Dieses Jahr waren am 29. Juli die Ressourcen für das Jahr 2019 aufgebraucht. Ab diesem Tag leben wir auf Kosten der künftigen Generationen. War es vor 20 Jahren noch der 29. Dezember, rückt der gefürchtete Tag immer weiter nach vorne. In diesem Sinne ist es wichtig, dass jeder Mensch seinen Beitrag leistet. Sei es einen Tag in der Woche vegan zu essen, auf Plastik zu verzichten oder regionale Bioprodukte nach saisonaler Verfügbarkeit einzukaufen.

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