Schulden eingetrieben:

Opfer zahlte nicht - Täter forderte „Faustpfand“

„Ich wollte eigentlich nur reden“, sagte der 22-Jährige aus Neuhofen/Kr. beim Prozess in Linz. Nun stand er aber wegen Raubes vor Gericht, weil er 300 Euro Schulden selbst eintreiben wollte. Entwendet hatte er ein Handy und einen Rucksack mit 200 Euro. Unterlassene Hilfeleistung lautet die Anklage für seinen Freund (21).
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300 Euro Schulden
Ende März sollen die beiden Angeklagten das spätere Opfer, welches dem Hauptbeschuldigten angeblich insgesamt 300 Euro schuldete, wiedererkannt haben. Sie stellten ihn zur Rede, dieser schrie aber so laut um Hilfe, dass sie von ihm abließen und er davonrannte. Wenig später sahen die beiden das Opfer in der Nähe des Bahnhofs Kremsmünster wieder.

Rucksack und Handy als „Faustpfand“
Dort bedrängte der 22-jährige Angeklagte den Schuldner und forderte sein Geld. Weil dieser nichts rausrücken wollte, nahm er ihm Rucksack und Mobiltelefon als „Faustpfand“ ab. Eine Zeugin rief die Polizei. Die Angeklagten kehrten kurz danach wieder zum Tatort zurück. Das Opfer war bereits weg, kurz darauf war dafür die Polizei da.

Mildes Urteil
Weil keine Gewalt angewendet wurde, gab es ein mildes Urteil: Drei Monate bedingt für den Räuber, Freispruch für den Freund, der nur zugesehen hatte.

RB

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