Sex für Alkohol
Spanien: Skandal in Frauen-Gefängnis – Direktor abgesetzt
Ausland
24.04.2010 12:31
Skandal im Frauen-Gefängnis: Weil sie mehrere Insassinnen zum Sex genötigt haben sollen, sind der Direktor und zwei weitere leitende Mitarbeiter der Haftanstalt Alcalá-Meco nahe Madrid abgesetzt worden. Im Tausch gegen Sex sei den Frauen etwa erlaubt worden, Alkohol zu trinken oder ein Handy zu besitzen, hieß es in Medienberichten.
"Die Entscheidung wurde nach der Entdeckung von nicht hinnehmbarem Verhalten getroffen", teilte das Innenministerium am Freitag in der spanischen Hauptstadt zur Suspendierung mit. Insgesamt ermitteln die Behörden gegen zehn Vollzugsbeamte.
Kritik an Zulassung männlicher Vollzugsbeamter
In der Haftanstalt Alcalá-Meco östlich von Madrid sind 614 Frauen inhaftiert. Bis zum Jahr 2007 gab es in spanischen Frauen-Gefängnissen nur weibliche Vollzugsbeamte. Seit einer Gesetzesänderung sind jedoch auch männliche Bewacher zugelassen. Die Vorkommnisse in Alcalá-Meco seien der Beweis dafür, dass die Reform ein Fehler war, kritisierte die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes Csi-Csif.
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