25.07.2019 08:02 |

Drückt Bilanz

Facebook-Gewinn nach Datenschutz-Strafe halbiert

Facebook muss wegen der Milliardenstrafe im Skandal um die Weitergabe von Nutzerdaten einen Gewinneinbruch hinnehmen und sich zugleich auf weitere Ermittlungen einstellen. Im zweiten Quartal halbierte sich der Überschuss nahezu auf 2,6 Milliarden Dollar, wie das weltgrößte soziale Netzwerk am Mittwoch mitteilte.

Facebook zahlt in einem mit der Verbraucherschutzbehörde FTC geschlossenen Vergleich fünf Milliarden Dollar. Mit der Rekord-Geldbuße kauft sich das soziale Netzwerk von Vorwürfen frei, Informationen über 87 Millionen Kunden ohne deren Wissen an die ehemalige britische Beratungsfirma Cambridge Analytica weitergegeben zu haben. Doch wie von Experten erwartet, steht Facebook bereits der nächste Ärger ins Haus.

Weitere Ermittlungen
Facebook
erklärte, die Aufsichtsbehörde FTC habe das Unternehmen im Juni über neue kartellrechtliche Ermittlungen informiert. Der Konzern von Mark Zuckerberg gehört damit zu den Tech-Konzernen, für die die US-Regierung erst am Dienstag umfangreiche Untersuchungen der Wettbewerbspraktiken angekündigt hatte. Sollten Gesetzesverstöße festgestellt werden, werde man „entsprechend handeln“, erklärte des Justizministeriums in Washington.

Geprüft werden solle, „ob und wie führende Online-Plattformen Marktmacht erlangt haben und sich an Praktiken beteiligen, die den Wettbewerb dämpfen, Innovationen erstickt oder anderweitig den Verbrauchern geschadet haben“. Beobachter halten dabei auch Ermittlungen gegen Google und Amazon für möglich.

Nutzerzahlen stiegen leicht
Die Nutzerzahlen litten auch im vergangenen Quartal nicht unter der Datenschutz-Kritik. Die Zahl monatlich bei Facebook aktiver Nutzer wuchs binnen drei Monaten von 2,38 auf 2,41 Milliarden, teilte der Konzern mit.

Die Vergleichszahlung im Daten-Skandal schlug im zweiten Quartal mit zwei Milliarden Dollar zu Buche, wie Facebook weiter mitteilte. Drei Milliarden Dollar wurden demnach schon im ersten Quartal dafür eingeplant. Im zweiten Quartal konnte der Internet-Riese, zu dem auch WhatsApp und Instagram gehören, seinen Umsatz um rund 28 Prozent auf knapp 17 Milliarden Dollar steigern.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 03. Juni 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.