25.07.2019 06:00 |

Mafia-Krimi

Waffenhändler müssen sich vor Gericht verantworten

Es war wohl einer der aufsehenerregendsten Kärntner Kriminalfälle im vergangenen Jahr, als zwei Völkermarkter Waffenhändler nach einer Razzia der Polizei festgenommen wurden. Heute startet am Klagenfurter Landesgericht der Prozess gegen das Vater-Sohn-Gespann, das sich gleich wegen mehrerer Vergehen verantworten muss.

Im November des Vorjahres gelang der italienischen Polizei ein europaweiter Schlag gegen die Mafia. Auch in Österreich wurden, wie berichtet, 37 Millionen Euro illegales Vermögen beschlagnahmt. Im Zuge dieser Ermittlungen wurden die Beamten auch auf die Unterkärntner Waffenhändler aufmerksam, die in die Mafia-Geschäfte verstrickt gewesen sein sollen.

Die beiden Unternehmer, Vater und Sohn, sollen 820 Schusswaffen sowie Kriegsmaterialan einen neapolitanischen Mafia-Clan verkauft haben. Nach einer Razzia wurden sie verhaftet. Heute um neun Uhr begann die Verahndlung.

Sie mussten sich wegen des Vergehens nach dem Waffengesetz, Verbrechens nach dem Kriegsmaterialiengesetz sowie des Verbrechens der kriminellen Organisation verantworten. Beide zeigten sich nicht zu allen Anklagepunkten geständig, bestritten vor allem davon gewusst zu haben, dass ihre Waffenlieferungen an die Mafia gingen. Richter Christian Liebhauser-Karl vertagte. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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