Geld erschlichen

22-Jähriger setzt sich mit 220.000 € nach Ungarn ab

Oberösterreich
23.04.2010 14:18
Ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Grieskirchen soll über einen Zeitraum von drei Jahren mit Betrugsdelikten um die 220.000 Euro erschlichen haben. Im Herbst vergangenen Jahres hatte er scheinbar genug und setzte sich mit seiner Freundin nach Ungarn ab. Nach einem Hinweis ging der Gauner jetzt der Polizei ins Netz.

Monatelang haben die Beamten gegen den 22-Jährigen wegen Betrugs ermittelt - bisher ohne Erfolg. Doch jetzt wurde ihm ein Besuch in Österreich zum Verhängnis. Aufgrund eines Hinweises wurde der Verdächtige am Mittwoch auf dem Bahnhof Neumarkt geschnappt.

Der 22-Jährige soll von August 2006 bis September 2009 vor allem im Bezirk Grieskirchen aktiv gewesen sein. Von insgesamt 22 Geschädigten soll er durch Vortäuschung falscher Tatsachen und Erschleichung verschiedener Dienstleistungen Geldbeträge in unterschiedlichen Höhen herausgelockt haben.

Fahndung mit EU-Haftbefehl
In einem Fall waren es sogar 40.000 Euro. Insgesamt kam der 22-Jährige mit seiner Tour zu 220.000 Euro. Nachdem er sich nach Ungarn abgesetzt hat, erlies die Staatsanwaltschaft gegen den Mann einen EU-Haftbefehl. Festgenommen wurde er nun aber doch in seinem Heimatland. Nach seiner Verhaftung wurde der 22-Jährige in die Justizanstalt Wels eingeliefert.

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