Prozess in Linz

Tante soll 15-Jährige an Freier vermittelt haben

Die Verwandtschaft kann man sich bekanntlich nicht aussuchen: Eine 34-Jährige aus Steyregg soll zwei damals 15-Jährige als Prostituierte angelernt und auch an Kunden vermittelt haben. Zum Gerichtsverfahren wegen Förderung der Prostitution am Mittwoch in Linz ist sie nicht erschienen. Es wurde daher vertagt.

Die Dame aus dem horizontalen Gewerbe ist die Tante eines der Mädchen, die erst 15 und 16 Jahre alt waren, als sie von der 34-Jährigen Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Freiern zur Verfügung gestellt bekamen. Außerdem soll sie die Mädchen mit Erzählungen, dass man in diesem Beruf schnell zu Geld kommen könnte, auch zur Prostitution animiert haben.Und via Facebook soll sie den Teenagern einmal einen Kunden vermittelt haben.Daneben steht sie im Verdacht, den beiden Methamphetamin und Cannabiskostenlos überlassen haben.

Angeklagte kam nicht zum Prozess
Da kommt für die Anklage schon einiges zusammen: Förderung der Prostitution, pornografische Darbietungen Minderjähriger, unerlaubter Umgang mit Suchtgiften. Die Angeklagte ist nicht zum Prozess erschienen. Und auch die Hauptbelastungszeugin ließ Richterin Ursula Eichler warten, sie konnte von der Polizei nicht zum Gerichtstermin vorgeführt werden. Im August wird weiterverhandelt.

Bis zu fünf Jahre Haft
Aufgeflogen ist die ganze Sache durch einen anderen Rotlicht-Prozess vor der gleichen Richterin. Denn die Mädchen hatten sich nach der „Tante“ einen anderen Zuhälter gesucht, der sie in Nachtclubs, aber auch in einem Geheimbordell in seiner Wohnung in Linz an Männer vermittelte. „Die Mädchen haben das freiwillig gemacht, trotzdem ist es verboten“, sagte damals Staatsanwältin Michaela Breier. Und das gilt auch für die Angeklagte im neuen Prozess.Ihr drohen bis zu fünf Jahre Haft.

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