Wirbel in Rainbach:

Laute Proteste gegen ein Sägewerk auf 14 Hektar

Die geplante Errichtung eines 14 Hektar großen Sägewerks wirbelt in Rainbach viel Staub auf. Anrainer verdächtigen den Betreiber und den Bürgermeister, Gegenschäfte abgewickelt zu haben.

Mit einem zehnseitigen Schreiben wandten sich Rainbacher Anrainer an die Volksanwaltschaft. Ihre Forderung: Das geplante Sägewerk im Ortsteil Summerau genau unter die Lupe zu nehmen. „Wir haben leider keine ernsthaften Gespräche mit dem Bürgermeister führen können. Jetzt müssen wir uns an die Volksanwaltschaft und an die Medien wenden. Es ist ein Hilferuf“, erklärt Martin Scheuringer.

Verdacht auf Gegengeschäfte
Für ihn wirft die Umwidmung eines 14 Hektar großen Areals in Betriebsbaugebiet viele Fragen auf: „Der Verdacht liegt in der Luft, dass hier ein Projekt mit Gegengeschäften abseits des öffentlichen Diskurses ausgehandelt wurde und nun durchgezogen wird!“ Scheuringer stößt sauer auf, dass der FPÖ-Landtagsabgeordnete Peter Handlos Verkaufsleiter und Bruder des Geschäftsführer der Holzverarbeitungsfirma ist. Bürgermeister Friedrich Stockinger ist Obmann der Inkoba-Vereinigung für Betriebsansiedelungen.

Firma über Kritik empört
Peter Handlos reagiert empört: „Wir halten uns an alle Vorschriften und haben das Projekt bereits dreimal abändern lassen. Neun Sachverständige sind eingeschaltet. Gar nichts wird hier umgangen. Wer Unwahrheiten verbreitet, muss mit Klagen rechnen!“ Er versteht aber die Sorgen der Anrainer: „Natürlich werden mehr Lkw fahren. Aber wir haben den Standort auch wegen der Nähe zum Bahnhof gewählt. Wir wollen möglichst viel mit der Bahn transportieren.“

Mario Zeko
Mario Zeko

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