11.07.2019 13:00 |

Lokalaugenschein

Kufstein forciert den Kampf gegen Asbest-Deponie

Die in Kufstein geplante Baumassenaufbereitungsanlage, in der jährlich auch an die 40 Tonnen asbesthaltige Materialien zwischengelagert werden sollen, stößt auf eine sehr breite Front des Widerstandes. Am Mittwoch fand hierzu ein Lokalaugenschein statt, bei dem die Emotionen der Gegnerschaft teilweise überkochten.

Rund 120 betroffene Anrainer unterschiedlichen Alters, Politiker der Festungsstadt und Vertreter des Bezirkskrankenhauses Kufstein nahmen den gestrigen Vormittag zum Anlass, um sich ein Bild über das Projekt der Mauracher Entsorgungs GmbH zu machen.

Nicht nur, dass auf 0,9 Hektar Asbestzement, Asbeststaub und weitere gefährliche Stoffe gelagert werden. Auch die geplante Brecheranlage, die 800 Stunden im Jahr (von Montag bis Samstag) in Betrieb sein soll, sorgt für großen Unmut.

Asbestdeponie neben Naturschutzgebiet
So meint ein höchst erzürnter Anrainer: „Tausende Menschen leben nur wenige Hundert Meter entfernt im Stadtteil Endach, in dem auch das Bezirkskrankenhaus steht! Pikanterweise wurden andere Projekte, wie ein Sportplatz, auf einer direkt an das Deponiegelände angrenzenden Freifläche aber abgewürgt. Da sich das Naturschutzgebiet Kufsteiner und Langkampfener Innauen, das mitunter ein Vogelschutzgebiet ist, unmittelbar daneben befindet.“

Nicht richtig verpackte Gefahrenstoffe im Lager
In Erklärungsnot wurde der Projektbeauftragte der Betreiberfirma von der Bürgerinitiative „Kein Asbest in Kufstein“ gebracht. Als sie ihn damit konfrontierte, dass im Betreiberantrag stehe, dass auch nicht ordnungsgemäß verpacktes Asbest angenommen werde. Zunächst verneinte er das, um nach genauer Durchsicht der Unterlagen dann doch dieses wichtige Detail zu bestätigen. Hubert Berger

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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