Di, 16. Juli 2019
09.07.2019 14:00

Kontrollbericht zeigt

Kosten-Desaster am Kofel: Wer hat´s verbockt?

Eine Seilbahn für knapp 70 Millionen Euro, die im restlichen Tourismusland Tirol maximal 15 Millionen Euro gekostet hätte: Das ganze Land fragt sich zurecht, was da los ist am Kofel: Was hat die Innsbrucker geritten, beim Bau einer simplen Seilbahn, wie sie hundertfach im Land herumsteht, derart viel Steuergeld zu verbraten?

Anfangs - im Jahr 2015 - waren es rund 30 Millionen, dann 41, dann 55, und zuletzt, vor etwas mehr als einem Jahr, wurden nochmals 11 Millionen nachgeschossen. Jetzt hält man also bei 66 Millionen Euro, ohne den versprochenen Badeteich, ohne die versprochene Rodelbahn, ohne den größeren Parkplatz und ohne die Neugestaltung der alten Talstation. Und ohne den Ankauf des Skibergs.

„Die Verantwortung ist durchaus breit aufgestellt“
Die handelnden Parteien bzw. Personen sind vor und nach der Neuwahl 2018 dieselben. „Die Verantwortung ist durchaus breit aufgestellt“, sagte BM Georg Willi gestern. Bedingung für die Bildung der neuen Vierer-Koalition 2018 aus ÖVP, SPÖ, Grünen und Für Innsbruck sei gewesen, dass das Projekt durch den Zuschuss von elf Millionen Euro ausfinanziert wird. „Was hätten wir denn tun sollen? Einen Stadtbetrieb in Konkurs schicken?“

„Keine gute Kommunikation“
Dass weiteres Geld lockergemacht wird, schloss Willi gestern dezidiert aus. Er will versuchen, sich an bauausführenden Firmen und Geschäftsführern bzw. deren Versicherungen schadlos zu halten. „Gut funktioniert hat die Kommunikation nicht zwischen Eigentümer und Geschäftsführern“, betont Willi. Zudem sei das Projekt nicht fertig ausgearbeitet gewesen. „Ich hätte den Startschuss 2017 nicht gegeben. Es waren zu viele Unbekannte in der Gleichung, sie war zum Schluss nicht lösbar.“

Die Kontrollamtsbericht wird am Dienstag präsentiert. Alle Details dazu finden sie in der Print-Ausgabe der „Tiroler Krone“! 

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