Ursache unklar
ICE verliert Tür bei voller Fahrt – sechs Verletzte
Von den sechs Verletzten erlitten nach Angaben einer Polizeisprecherin zwei einen Schock. Die anderen vier bekamen nach dem Aufprall der Tür Schnittverletzungen durch umherfliegende Glassplitter. Zwei Leichtverletzte konnten vor Ort behandelt werden, die übrigen vier wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Der von der entgegenkommenden Tür beschädigte ICE 612 bestand aus zwei Zugteilen. Die Fahrgäste aus dem beschädigten Teil konnten in den unbeschädigten Zugteil evakuiert werden und mit diesem nach Köln weiterfahren. Der beschädigte Zugteil wurde in den Bahnhof Montabaur gebracht und dort am Nachmittag weiter untersucht.
Strecke zehn Stunden lang gesperrt
Der andere ICE, der die Tür verloren hatte, konnte bei langsamer Fahrt in den nahegelegenen Bahnhof Limburg-Süd geleitet werden, wo ihn die Fahrgäste verließen und mit anderen Zügen weiterfuhren. Wegen der Untersuchungen und der Suche nach der Tür blieb die Bahnstrecke ungeachtet des Andrangs wegen der Flugausfälle infolge der Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island zehn Stunden lang gesperrt. Die Züge wurden über die alte Rheintalstrecke umgeleitet, womit Fahrzeitverlängerungen von über einer Stunde verbunden waren.
Polizei hat Ermittlungen aufgenommen
Die Tür wurde erst Stunden nach dem Unfall am Samstagnachmittag im Dickhecktunnel, etwa 4,5 Kilometer vor dem Bahnhof Montabaur, gefunden. Die Bundespolizei in Trier und das Eisenbahnbundesamt im Bonn nahmen die Ermittlungen auf. Die Deutsche Bahn versicherte, sie unterstütze die zuständigen Behörden bei deren Ermittlungsarbeiten.
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