Von AK veröffentlicht

Schwarzbuch: 15.000 Verfahren gegen Chefs

Zum sechsten Mal veröffentlichte die Arbeiterkammer ihr „Schwarzbuch Arbeitswelt“ und stellt dort drei Firmen konkret an den Pranger, dazu präsentierte sie 70 Fälle. Im Vorjahr vertrat der AK-Rechtsschutz 15.000 Arbeitnehmer bei Problemen mit den Chefs.

Jedes Jahr wirbelt das „Schwarzbuch Arbeit“ Staub auf und die Arbeitgeberseite schießt reflexartig zurück, weil man sich pauschal angegriffen fühlt. Heuer will AK-Präsident Johann Kalliauer gleich abfedern und gibt auch zu, dass „überall etwas passieren kann“, allerdings „hört sich der Spaß auf, wo offenkundig und teilweise gewohnheitsmäßig gegen das Arbeitsrecht verstoßen wird“. Drei Firmen aus Steyr, Mettmach und Wels wurden konkret als Sünder genannt, weil sie die Arbeitsrechtler am meisten beschäftigt haben.

102 Millionen Euro erstritten
Am öftesten Probleme gab’s in den Branchen Gastronomie, Handel, Metall und Arbeitskräfteüberlasser, die das Gros der 15.000 Arbeits-, Sozial- und Insolventsrechtsfälle des Vorjahres ausmachten, die bei der Arbeiterkammer landeten. Die „Schwarzbücher“ der Vergangenheit haben auch dazu geführt, dass genannte Betriebe arbeitsrechtliche Situationen verbesserten. Insgesamt erstritten die AKOÖ-Rechtsexperten im Vorjahr aber 102 Millionen Euro.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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