Sparmaßnahmen

SPÖ kritisiert “Anschlag auf die Bildung”

Kärnten
09.04.2010 18:42
Scharf kritisiert hat der sozialistische Landesvorsitzende Peter Kaiser am Freitag den Beschluss der FPK/ÖVP-Koalition, die Klassenschülerzahlen im sonderpädagogischen Bereich zu erhöhen. Damit sollen Klassen erst bei 24 und nicht wie bisher bei 21 Schülern plus zwei Integrationskindern geteilt werden.

Die Sparmaßnahmen haben FPK, BZÖ und ÖVP in der jüngsten Regierungssitzung, wie kurz berichtet, als Dringlichkeitsantrag eingebracht. Peter Kaiser: "Das trifft die Schwächsten!" Lernschwache Kinder würden damit noch weiter ins Eck gedrängt. 100 Lehrer würden durch die Maßnahme freigesetzt. 

Der Vorsitzende der Sozialistischen Lehrer Hermann Pansi verabschiedet sich vom Bildungsland Kärnten und erwartet nun einen Lehrertourismus: "Die Freien werden dann ohne Rücksicht auf Qualifikation als Springer eingesetzt." Er erwartet keine große Einsparung: "Pro Lehrer rechnet man mit 40.000 Euro an Kosten."

Ein Anschlag auf die Bildung sei auch die Schließung der landwirtschaftlichen Fachschulen in Eberndorf. Kaiser: "Dort gab es steigende Schülerzahlen." Statt die Bildung weiter zu schmälern, schlägt Peter Kaiser ein Pilotprojekt vor: "Es sollte die universitäre Ausbildung für alle pädadogischen Berufe vorsehen."

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