17.06.2019 08:00 |

Nach Aus für Windkraft

Der Lungau sucht Energie-Alternativen

Nachdem die Lungauer Gemeinden vergangenen Samstag der Windkraft eine klare Absage für die nächsten zehn Jahre erteilten, bleibt die Frage nach Salzburgs grüner Energiezukunft offen. Bisher waren Windräder Teil der Klimastrategie des Landes - nun müssen zumindest für den Bezirk Tamsweg Alternativen her.

„Der Lungau hat seine Hausaufgaben gemacht“, betonte Manfred Sampl, Obmann des Regionalverbands Lungau bei der Verkündung des Abstimmungsergebnisses. Zwölf der 15 Gemeinden hatten sich gegen Windkraftanlagen innerhalb der nächsten zehn Jahre ausgesprochen.

Nun gilt es gemeinsam mit dem Land Salzburg Alternativen zu finden. „Die Gewinnung von erneuerbaren Energien ist uns sehr wichtig. Das möchten wir unterstreichen und auch in Zukunft weiter fortführen“, so Sampl und sprach konkret die Sonnenenergie an: „Wir werden nicht zehn Jahre verstreichen lassen, sondern versuchen uns zu entwickeln. Speziell im Bereich Photovoltaikanlagen sollen Schwerpunkte gesetzt werden“, erklärte Sampl im Namen aller Bürgermeister. Im Bereich Sonnenstrom ist der Lungau mit einer 1,8-fache Fläche pro Einwohner im Verhältnis zum restlichen Bundesland Salzburg Vorreiter. 95 Prozent aller öffentlichen Gebäude im Bezirk werden fossilfrei beheizt und die heimischen Wasserkraftanlagen decken – ausgenommen in den Wintermonaten – im Wesentlichen den jährlichen Strombedarf in der Region.

In puncto Windkraft ist nun das Land am Zug. Der Lungau fordert eine faire Aufteilung auf das ganze Bundesland sowie die Einbindung der Bürger und Gemeinden.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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