16.06.2019 10:00

Rückzieher:

Minister gibt jetzt doch grünes Licht für Schule

Die schulische Zukunft des 14-jährigen Raphael aus Prambachkirchen und 52 anderer Jugendlicher ist nicht mehr blockiert. Nach einem Treffen der Wehrsprecher der Parlamentsparteien mit Verteidigungsminister Thomas Starlinger am Freitag kann die Sicherheitsschule in Wr. Neustadt nun wie geplant ab September starten.

Es war ein Erfolg der zivilen Auflehnung von Schülern, Eltern und Lehrern gegen die kurzfristige Entscheidung von Verteidigungsminister Thomas Starlinger, der nur drei Wochen vor Ferienbeginn plötzlich das Aus der für September geplanten „BHAK für Sicherheit und Führung“ in Wr. Neustadt verkündete.

Zu Bundespräsident gefahren
Vor allem die 53 Schüler, die sich einem strengen Auswahlverfahren gestellt, unter Hunderten Bewerbern hervorgegangen und den Schulplatz fix zugesagt bekommen hatten, bedeutete das eine Katastrophe. Gemeinsam mit den Eltern bzw. unterstützt von den Lehrern fuhren sie am Dienstag nach Wien und intervenierten bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen sowie mehreren Abgeordneten der Parlamentsparteien und sie verschickten offene Briefe.

Minister entschuldigte sich
Proteste, die offenbar Früchte trugen. Am Freitag trafen die Wehrsprecher von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Neos mit Minister Starlinger zusammen. Dabei wurde vereinbart, dass die Sicherheitsschule mit September starten kann. Betroffene Eltern und Schüler, wie Raphel Meindlhumer und sein Vater Johannes aus Prambachkirchen, bekamen ein Mail des Ministers, in dem er das zusagte, sich für die Aufregung entschuldigte und sie für Mittwoch zu sich nach Wien einlud. „Diese Woche war ein Wechselbad der Gefühle, wir haben Politik hautnah erlebt. Jetzt sind alle aber happy“, sagt Johannes Meindlhumer.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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