Streit spitzt sich zu

Vor Abgang droht Ortschef von Schalchen noch Klage

Ausgerechnet kurz vor seinem Abschied als Langzeit-Bürgermeister von Schalchen sieht sich Stefan Fuchs (SPÖ) noch mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Ein Bürger droht ihm mit einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, weil Fuchs beim Verkauf von Baugrund auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtete.

Nach 29 Jahren im Amt plant Stefan Fuchs diesen Sommer seinen Rücktritt als Schalchener SPÖ-Bürgermeister. Der Abgang könnte unrühmlich über die Bühne gehen. Seit mehr als einem halben Jahr sieht er sich mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Auslöser war eine Umwidmung von Ackerland in Bauareal und der anschließende Verkauf. „Der Bürgermeister hat die vier Grundstücksbesitzer überredet, zu verkaufen, weil im Interesse der Gemeinde Wohnungen errichtet werden sollen. Deshalb hätte der Verkauf öffentlich ausgeschrieben werden müssen und nicht an eine SP-nahe Wohnbaugenossenschaft vergeben werden dürfen“, kritisiert Ewald Roth.

500.000 Euro Schaden?
Der parteilose Schalchener Bewohner will nun bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft den Sachverhalt schildern. „Weil bei der Gemeinderatssitzung der Deal beschlossen wurde und für die Gemeinde ein Schaden von mindestens 500.000 Euro entstanden ist“, erklärt Roth. Die Summe sei die Differenz zwischen den marktüblichen Grünlandpreisen in Schalchen zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses und den derzeit marktüblichen Preisen für Bauland.

Bei Gemeinderatssitzung gefehlt
Bei der Gemeinderatssitzung war Bürgermeister Fuchs „urlaubsbedingt“ nicht anwesend. Die FPÖ hat Zweifel: „Er ist den ganzen Tag über in Schalchen gesehen worden“, ließen sie auf ihrer Facebook-Seite wissen. Für die „Krone“ war Fuchs nicht erreichbar.

Mario Zeko
Mario Zeko

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