Wertstoffe enthalten:

Die Hälfte des Restmülls wäre noch verwertbar

Jeder Oberösterreicher wirft pro Jahr 116 Kilo Restmüll in die Tonne – die Hälfte davon wäre verwertbar. Gegenüber dem Jahr 2013 ist das ein Minus von zwei Kilo. Dies bestätige – so Landesrat Rudi Anschober – den Erfolg der Trenn- und Sammelsysteme. Zugleich fordert er eine drastische Reduktion bei den Verpackungen – das Ziel ist die Halbierung des Plastikmülls in OÖ bis zum Jahr 2024.

Seit 1990 werden in Oberösterreich fünf Analysen des Restabfalls durchgeführt, die aktuellste liegt nun vor. Eine Probe umfasste 150 Kilo, rund 500 Einzelstichproben in 56 Gemeinden wurden händisch durchsortiert. Dabei stellte sich heraus, dass der Anteil an Verpackungen (Papier, Glas, Metall und Kunststoff) – er beträgt 16,6 Prozent – wieder leicht um 2,2 Prozent angestiegen ist.

45 Prozent nicht verwertbar
Über 50 Prozent des Restabfalls sind Wert- oder Altstoffe wie Elektroaltgeräte, die aber einer thermischen Verwertung zugeführt oder auch wieder in Umlauf gebracht werden könnten. 45 Prozent des Restabfalls ist jener Müll, der nicht mehr sinnvoll verwendet werden kann.

Holen bringt mehr als abgeben
Bei Liegenschaften im ländlichen Bereich mit einem Holsystem (Abholen des Mülls direkt beim Haushalt) landen weniger Kunststoff- und Leichtverpackungen im Restmüll als bei einem Bringsystem (Abfälle sind bei zentralen Sammelstellen abzugeben).

Weniger Plastik gefordert
Umweltlandesrat Anschober will die Menge an Wegwerfplastik bei Verpackungen bis 2024 halbieren, er fordert ein flächendeckendes Mehrweg-Angebot sowie ein ressourcenschonendes Produktdesign. Beim Biomüll zeigt sich folgendes Bild: 25.500 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle sind im Restmüll, das entspricht einem Anteil von 14,9 Prozent des Restabfalls sowie 17,3 Kilo pro Einwohner im Jahr.

Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung

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