12.06.2019 10:40 |

25 Jahre nach Anklage

O. J. Simpson: „Das Leben ist herrlich“

Footballstar O. J. Simpson ist 25 Jahre nach seiner Mordanklage immer noch immer einer der umstrittensten Männer der USA. Doch während sich viele immer noch fragen, ob vor einem Vierteljahrhundert ein Unschuldiger angeklagt oder später ein Schuldiger freigesprochen wurde, genießt der Ex-Sportler und einstige Multimillionär heute sein Leben als Pensionist in Las Vegas.

Auf den Tag genau vor 25 Jahren, am 12. Juni 1994, wurden O. J. Simpsons Ex-Frau Nicole Brown und ihr Freund Ron Goldman mit Dutzenden Messerstichen hingemetzelt. Als im Garten von O. J. Simpson ein blutverschmierter Handschuh gefunden wurde, wurde gegen den Sportstar ein Haftbefehl erlassen. Simpson versuchte zu fliehen, nach zwei Stunden und einer dramatischen Verfolgungsjagd ergab er sich schließlich vor seiner Luxusvilla in Brentwood. Die Bilder gingen damals um die Welt.

Im Oktober 1995 fiel schließlich das Urteil: O. J. Simpson ist nicht schuldig! Dennoch musste er später ins Gefängnis - weil er 2007 bei einem Raubüberfall geschnappt wurde. Bis 2017 saß der Ex-Sportler in Nevada seine Haftstrafe ab.

„Das Leben ist herrlich“
Seitdem genießt Simpson sein Leben in vollen Zügen, wie er zum Jahrestags des grauenvollen Mordes in einem Telefoninterview mit der AP verriet. „Das Leben ist herrlich“, erklärte der 71-Jährige. Er sei gesund und glücklich, spiele fast täglich Golf und habe Kontakt zu seinen Kindern. Nur eines wollen er und die Kids nicht: über die schrecklichen Vorfälle des 12. Juni vor 25 Jahren sprechen.

„Wir müssen nicht zurückgehen und den schlimmsten Tag unseres Lebens noch einmal erleben“, so Simpson. Er werde das Thema nie wieder aufgreifen. Stattdessen wollen seine Familie und er nichts Negatives mehr in ihr Leben lassen: „Wir konzentrieren uns auf das Positive.“

„Las Vegas war gut zu mir“
Er habe es auch nicht bereut, sich nach seiner Entlassung in Las Vegas niederzulassen, so Simpson weiter. „Die Stadt war gut zu mir. Jeder, den ich treffe, scheint sich dafür zu entschuldigen, was mit mir hier passiert ist.“ Er werde auch immer wieder um Selfies gefragt, erklärte der Ex-Sportler. 

Worte, die den Angehörigen der Opfer wie ein Hohn vorkommen. Denn während Simpson ein schönes Leben führe, wurde den Mordopfern von damals die Chance auf eben dieses genommen. „Ich ersticke nicht in meiner Trauer“, wird Goldmans Schwester Kim zitiert. „Aber jeder Meilenstein, den mein Kind erreicht, jeder Meilenstein, den ich erreiche, wissen Sie, das sind nur Erinnerungen an das, was ich nicht mit meinem Bruder teilen kann und was er verpasst.“

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