08.06.2019 13:10 |

Vor Beinahe-Kollsion:

Russische Matrosen sonnen sich auf Kriegsschiff

Skurrile Details kommen nach der Beinahe-Kollision zweier Kriegsschiffe im Ostchinesischen Meer ans Licht: Aufnahmen der US-Flotte zeigen, wie sich Seeleute am Hubschrauberlandeplatz des russischen Kriegsschiffes gesonnt haben, kurz bevor es zu dem gefährlichen Vorfall kam. Einer der Männer schien dabei völlig nackt zu sein, während ein anderer nur eine kurze Hose trug. Russland und die USA schieben sich nun gegenseitig die Schuld zu.

Die Szenen an Deck der russischen „Admiral Winogradow“ seien von einem amerikanischen Seemann der „USS-Chancellorsville“ auf Video festgehalten worden, als das Schiff wenige Meter an dem US-Schiff vorbeifuhr, berichtet die britische „Daily Mail“.

„US-Schiff hat uns Weg abgeschnitten!“
Russland und die USA hatten sich nach der Beinahe-Kollision gegenseitig gefährliche Manöver vorgeworfen. Viktor Krawtschenko, ehemaliger Generalstabschef der russischen Marine, warf den USA „Rowdytum“ vor, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax am Freitag meldete. Die russische Pazifikflotte hatte zuvor mitgeteilt, dem U-Boot-Zerstörer „Admiral Winogradow“ sei von der „USS Chancellorsville“ der Weg abgeschnitten worden. Die „Admiral Winogradow“ habe ein Notfallmanöver einleiten müssen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Die beiden Schiffe hätten sich einander bis auf 50 Meter genähert.

„Gefährliches und unprofessionelles Manöver des russischen Schiffes“
Die 7. Flotte der US-Marine erklärte dagegen, Grund für den Beinahe-Zusammenstoß sei ein „gefährliches und unprofessionelles“ Manöver des russischen Schiffes gewesen. Es habe von hinten kommend stark beschleunigt und habe so den US-Lenkwaffenkreuzer und seine Besatzung in Gefahr gebracht. US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan sagte, der Zwischenfall werde „uns nicht von unseren Aktionen abhalten“.

Hubschrauber wollte auf „Chancellorsville“ landen
Ein Vertreter der US-Marine teilte mit, ein Hubschrauber habe gerade auf der „Chancellorsville“ landen wollen, als es zu dem Zwischenfall gekommen sei. Während einer derartigen Übung müsse ein Schiff mit gleichbleibender Geschwindigkeit fahren und dürfe nicht das Tempo drosseln. Der Helikopter habe das Manöver abgebrochen, nachdem sich das russische Schiff genähert habe. Nach internationalen Schifffahrtsregeln sei ein Schiff, das ein anderes überhole, für dessen Sicherheit verantwortlich.

Kielwasser der russischen Flotte verläuft kurvenförmig
Die US-Marine veröffentlichte Fotos im Internet, die ein relativ gerades Kielwasser der „Chancellorsville“ erkennen lassen, während das der „Admiral Winogradow“ kurvenförmig verläuft - um zu zeigen, dass letztere den Kurs änderte.

„Konstante Hysterie über Russland“
Der russische Senator Alexei Puschkow erklärte, der Zwischenfall könne die Beziehungen mit den USA weiter verschärfen. „Besonders wegen der Atmosphäre konstanter Hysterie über Russland in den politischen Kreisen der USA ist dies ein Ritt auf einer Rasierklinge.“

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