Heimleiter getötet

80-jähriger Mordverdächtiger soll in Anstalt

Kärnten
06.04.2010 17:51
Rechtskräftig ist nun die Anklage gegen einen 80-jährigen Klagenfurter, der im September Karl Zorman (54), Leiter eines Pflegeheims, bestialisch getötet haben soll. Motiv des Tatverdächtigen: blanker Hass. Der Gerichtspsychiater attestiert dem Mann sogar eine solche Gefährlichkeit, dass dieser in eine Anstalt soll.

Die Bluttat ist als besonders grausam in die Kärntner Kriminalgeschichte eingegangen. Denn der mutmaßliche Mörder hatte seinem Opfer vor dem Haus aufgelauert, es dann mit fünf Messerstichen getötet, ehe er die Leiche an sein Auto band und durch die Straßen schleifte. Auf einem Parkplatz in Welzenegg ließ er den geschundenen Körper des Heimleiters liegen.

Das Ermittlungsverfahren ergab, dass der 80-Jährige zurechnungsfähig gewesen war. Er wusste demnach genau, was er tat. Doch er könnte es wieder tun. Und deshalb soll er nicht nur wegen Mordes vor Gericht gestellt, sondern auch in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen werden. Richter Manfred Herrnhofer wird den Geschwornenprozess Anfang Mai leiten.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

 

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