Im Internet:

Aufregung um aus Spital geworfenen Papa

Die Wogen gehen hoch nach dem „Krone“-Bericht über einen 42-jährigen Papa, der aus dem Welser Spital geworfen wurde, weil am Zimmer, in dem seine schwer verletzte Tochter (6) einquartiert wurde, eine fremde Mama mit ihrem Kind lag. Verständnis für die Vorgehensweise hat dabei so gut wie niemand.

Zur Erinnerung: Die Sechsjährige hatte sich beim Spielen im Garten einen offenen Unterarmbruch zugezogen und wurde nach der Operation im Klinikum Wels stationär aufgenommen. Weil die Mama an diesem Tag in der Arbeit war, begleitete der Papa seine Tochter. Und wollte auch bei ihr bleiben. Doch das wurde nicht erlaubt, weil im Zimmer eine Mutter mit einem Kind einquartiert war. „Und es gibt bei uns keine gemischtgeschlechtlichen Zimmer“, begründete Kerstin Pindeus die Vorgehensweise des Welser Klinikums. Dass die Mutter offenbar Muslima war, habe keine Rolle gespielt - auch nicht dafür, dass man erst gar nicht gefragt hat, ob es die Mutter stört, wenn der Papa „eincheckt“.

Aufwand daheim
Mit organisatorischem Aufwand schaffte es die Familie, dass die dreifache, berufstätige Mutter ins Spital kommt und den Papa ablöst.

Minderheit versteht Vorgehen
Auf Facebook gingen die Wogen hoch, nur zwei von mehr als 60 Kommentatoren hatten Verständnis für die Vorgehensweise im Spital und meinten, dass es eben die Aufgabe der Mama sei, beim Kind zu sein. Es gab auch einige Meldungen, dass es in Spitälern in Linz ebenfalls passiert sei - allerdings waren diese Vorfälle schon rund zehn Jahre her.

Lob für kleine Spitäler
Lob gibt’s für „kleinere“ Spitäler wie Kirchdorf oder Rohrbach, wo offenbar Kinder und die Begleitperson immer in Einzelzimmern untergebracht werden. „Da gibt’s immer eine Lösung, Hauptsache ist, dass das Kind nicht alleine ist und sich geborgen fühlt“, sagt Regina Schnellmann vom Spital Rohrbach.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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