2004 hat die Hypo 328 Millionen Euro verspekuliert. In der Bilanz schien das bekanntlich ja nicht auf – diese "Beschönigung" brachte drei Vorstände vor den Richter. Dass man sich trotz der Verluste eine Bilanzprämie von gut 1,8 Millionen Euro gönnte, könnte strafrechtlich auch als Untreue ausgelegt werden, wenngleich die Staatsanwaltschaft bislang immer von einer "tätigen Reue" ausgegangen ist: "Das Geld wurde zurückbezahlt, ehe der Fall bei uns angezeigt wurde", heißt es.
Was daran merkwürdig ist: Der verstorbene Landeshauptmann Haider hatte sofort nach Auffliegen des Skandals gefordert, dass die Banker das "unverdiente Geld" für humanitäre Zwecke in Kärnten spenden sollten. Laut Insidern wurden diese Prämien dann erst beim Ausscheiden von Kulterer und Striedinger mit deren Millionen-Abfertigung gegengerechnet – und das war Monate später, wie auch das Gerichtsgutachten untermauern soll.
Trotzdem ist es hier nie zu einer Anklage gekommen. Was sich nun ändern könnte: Denn jetzt wird ja alles von vorne aufgerollt. Schließlich muss geklärt werden, wie eine Bank, die im April 2008 noch erklärt hat: "Die Hypo hat keine Zukunftssorgen!" eineinhalb Jahre später quasi bankrott sein kann.
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