Die vier erfahrenen Bergsteiger im Alter von 40 bis 50 Jahren hatten sich in cirka 3.500 Metern Seehöhe ein Not-Biwakquartier errichtet, nachdem sie beim Abstieg vom Großvenediger vom Wetter überrascht worden waren und sich im Nebel verirrt hatten.
Nur ein paar Erfrierungen
"Sie haben sich hervorragend verhalten und ihr Not-Biwakquartier aufgestellt - da dürfte ihnen ihre Bergerfahrung sehr zu gute gekommen sein", so Bergretter Estolf Müller. Auch die Bergausrüstung sei sehr gut gewesen, ansonsten hätten sie bei diesen Wetterverhältnissen (Neuschnee, starker Wind und eisige Kälte) nicht so gut überlebt. Außer ein paar Erfrierungen und einer Unterkühlung seien sie nicht verletzt, sagte Müller. Psychisch gehe es den vier Deutschen sehr gut.
Eng in Schneehöhle zusammengerückt
Dass ihnen das Überleben unter diesen Bedingungen gelungen sei, zeuge von bergsteigerischem Können auf "oberem Niveau", so der Einsatzleiter der Bergrettung Matrei, Peter Ladstätter. Die vier waren in der Schneehöhle eng zusammengerückt, was dazu führte, dass man minimalen Wärmeverlust in Kauf nehmen musste, erklärte der Bergretter.
Verzweifelte Suche
Die vier Deutschen waren insgesamt drei Tage im Gebiet des Großvenedigers vermisst und mussten bei teils sehr schlechtem Wetter bis zu ihrer Rettung ausharren, ehe am Dienstagmorgen die Besatzung eines Hubschraubers des Innenministeriums bei einem Suchflug fündig wurde. Das verschollene Quartett war bereits aus dem Biwag gekrochen und machte sich mit Winkzeichen, Lampen und Schaufeln bemerkbar. Gegen 7.25 Uhr waren alle sicher und wohlbehalten im Tal gelandet.
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