Zoff im Élysée-Palast
Ex-Ministerin Dati streute Gerüchte über Sarkozy-Ehe
Dati, Tochter eines marokkanischen Hilfsarbeiters, die ihre Karriere als Referentin für Einwanderungsfragen in Sarkozys Büro begann, als dieser Innenminister war, musste in der vergangenen Woche überraschend auf ihren Dienstwagen, ihr Sicherheitspersonal und ihr Mobiltelefon verzichten. Diese Privilegien hatte sie ungeachtet ihres Abschieds aus der Regierung zunächst behalten können.
Die Anweisung kam aus dem Élysée, während Dati an einer Diskussionsrunde eines Fernsehsenders teilnahm. Das Enthüllungsblatt "Le Canard enchainé" berichtete ebenfalls, dass Sarkozy seine ehemalige "Lieblingsministerin" verdächtige, entsprechenden Klatsch zu verbreiten. Dati hatte es Sarkozy übelgenommen, dass er sie aus dem Justizministerium verdrängt und in das Europaparlament geschickt hatte.
Gerüchte über Ehekrise bei den Sarkozys
Eine französische Journalistin hatte kürzlich per Twitter eine Ehekrise im Hause Sarkozy erwähnt. Das Gerücht, dass beide Eheleute andere Liebschaften hätten, fand sich bald darauf auf einem privaten Blog auf der Website des als seriös geltenden Blattes "Journal du Dimanche". Sarkozy dementierte verärgert.
First Lady Carla Bruni, als Sängerin und Model bekannt geworden, hat ihrem Mann zuletzt in einem TV-Interview von einer Wiederkandidatur 2012 abgeraten. Sarkozy hatte im Februar 2008 in dritter Ehe die der schwerreichen piemontesischen Industriellendynastie Bruni Tedeschi entstammende Sängerin geheiratet, nachdem die Scheidung von Cécilia Ciganer-Albeniz, einer Urenkelin des Komponisten Isaac Albeniz, wenige Wochen zuvor erfolgt war.
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