Am 5. Oktober 2008 schlug ein Felsbrocken, so schwer wie ein Geländeauto, in das schmucke Reihenhaus in Schwendau-Burgstall ein. Die Siedlung liegt direkt unter den extrem steilen Abbrüchen des Penken. "Es war wie eine Bombe, die Wände haben gezittert", erzählte damals die zweifache Mutter, Tochter von Franz "Lachgas" Eberharter. Teile des Balkons und der Fassade wurden demoliert.
Am Mittwoch gegen 17 Uhr bahnte sich erneut ein gewaltiger Brocken den Weg durch den Wald und schlug bei jedem Aufprall tiefe Narben in den Boden. "Der Fels kam genau an derselben Stelle wie damals auf unser Haus zu. Heute können wir uns aber sicher fühlen", so Fankhauser. Sie saß im Wohnzimmer in der vorderen Hälfte des Hauses und wurde nur Ohrenzeugin.
Nach dem damaligen Felssturz errichtete die Wildbach- und Lawinenverbauung ein rund 150 Meter langes und vier bis fünf Meter hohes Schutznetz. "Es hielt wie vorgesehen stand. Nach dem Austausch der beschädigten Teile ist es wieder voll funktionsfähig", erklärt Josef Plank, Chef der zuständigen Wildbach- und Lawinenverbauung Mittleres Unterinntal.
Das Ende der winterlichen Frostperiode erhöht generell die Steinschlaggefahr. Wasser, das in Ritzen eindringt, entwickelt beim Gefrieren in der Nacht einige "Sprengkraft".
von Andreas Moser, Tiroler Krone
Symbolbild
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