Schlag gegen einen international arbeitenden Drogenring in Innsbruck! Ein österreichisches Pärchen (34, 35) soll Drogen in einem Straßenverkaufswert von 2,5 Millionen Euro nach Tirol geschmuggelt und dann in ganz Österreich verkauft haben.
Der Ermittlungserfolg hatte im November 2018 bei einer Routinekontrolle in Innsbruck seinen Ausgang. „Ein Spürhund hat sich bei einem Pkw auffällig verhalten, die Polizisten haben den Lenker und seine Beifahrerin kontrolliert. Im Wagen fanden sie große Mengen Cannabis“, erklärt Markus Wander, Leiter Fachbereich 3 im Kriminalreferat.
Paar hatte akribische Buch geführt
Im Zuge einer Hausdurchsuchung haben die Ermittler folglich Bargeld und buchhalterische Unterlagen sichergestellt. Diese ließen das Ausmaß bereits erahnen. „Der Verdächtige hatte Buch darüber geführt, von wo die Drogen eingeliefert worden sind. Die notierten Spitznamen müssen wir erst entziffern“, sagt Wander.
Drogen waren geschickt als After-Eight getarnt
Es stellte sich heraus, dass das Paar seit 2014 mitunter Cannabis, Kokain, Amphetamin und Ecstasy im großen Stil über mehrere internationale Routen nach Tirol geschmuggelt hat – und zwar teils verpackt in After-Eight-Verpackungen. Die Drogen hat das Paar wiederum an diverse Abnehmer verkauft.
Die Ermittler konnten in Summe 178 Kilogramm Cannabis, rund 3,6 Kilogramm Kokain, um die 3 Kilogramm Amphetamin, etwa 10.500 Stück Ecstasy-Tabletten und 1300 Stück LSD-Trips nachweisen.
19 Straftäter wurden ausgeforscht, sieben Verdächtige sitzen in Haft - sie sind teils geständig. Zwei Täter sind flüchtig.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.