"Aufbruchstimmung"

BM Krumschnabel will “neuen Stil” im Kufsteiner Rathaus

Tirol
31.03.2010 10:53
Kufsteins neuer Bürgermeister Martin Krumschnabel (Bild) verspricht einen neuen Stil im Rathaus der Festungssdtadt. Die Fraktion von Ex-Chef Herbert Marschitz (VP) hat im Gemeinderat sieben Mandate, jene von Wahlsieger Krumschnabel fünf. "Bis jetzt war’s so, dass nicht mit allen Fraktionen Gespräche geführt wurden, sondern sobald eine Mehrheit da war, wurden sie abgebrochen", berichtet Krumschnabel. "Ich möchte das anders machen. Ich werde alle Fraktionen einbinden. Das ist der neue Stil."

Außerdem sollen alle Fraktionen in den fünf Ausschüssen vertreten sein: "Derzeit wären Rot und Grün nirgends dabei." Erste Vorgespräche habe es schon gegeben. 

Krumschnabel verspürt eine Aufbruchstimmung in Kufstein: "Es herrscht eine tolle Stimmung in der Stadt. Leute winken mir aus Autos zu, am Wahltag sind mir Passanten um den Hals gefallen", erzählt der glückliche Wahlsieger. Apropos: "Es gibt noch keine Wählerstromanalysen. Aber ich habe das Gefühl, bei der Jugend besonders gepunktet zu haben."

Der frische Wind sei auch in der Verwaltung zu spüren. Dies habe er bei den Besuchen feststellen können. Die konstituierende Sitzung ist am 7. April. 

Wechner: "Sachpolitik im Vordergrund"
In Wörgl will Wahlsiegerin Hedi Wechner (SPÖ) ebenfalls einen neuen Stil ins Stadtamt bringen. Kommunikationstalent ist gefragt, denn im Gemeinderat hat sie nur 3 von 21 Mandaten. "Für mich steht Sachpolitik und nicht Parteipolitik im Vordergrund. Gute Ideen von allen Seiten sind herzlich willkommen!" 

In Wörgl soll noch diese Woche der Gemeinderat  zum ersten Mal zusammentreffen. 

von Philipp Neuner, Tiroler Krone

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