Mi, 26. Juni 2019
22.05.2019 09:20

Auktion in Mexiko

Interesse an den Autos der mächtigen Drogenbosse?

Die mexikanische Regierung versteigert eine ganz spezielle Autoflotte mit zwielichtigen Vorbesitzern: Am Sonntag kommen bei einer Auktion in der ehemaligen Präsidentenresidenz Los Pinos in Mexiko-Stadt von Drogenkartellen beschlagnahmte Fahrzeuge unter den Hammer.

Im Angebot sind 82 Autos - vom VW-Käfer zum Startpreis von 10.000 Pesos (rund 470 Euro) bis zu einem Lamborghini Murcielago ab 1,47 Millionen Pesos (rund 69.000 Euro). Offeriert werden auch gepanzerte Geländewagen aus dem Fuhrpark des Präsidialamts sowie von Verbrechersyndikaten beschlagnahmte Autos der Marken Mercedes Benz, BMW und Porsche.

Geld soll den Armen zugutekommen
„Alles, was wir beschlagnahmen, soll den Menschen zugutekommen“, sagte der linksnationalistische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador. Die Einnahmen der Aktion seien für Dörfer im armen Bundesstaat Guerrero bestimmt. Später sind auch noch Versteigerungen von Immobilien und Schmuck geplant. 
Außerdem will Lopez Obrador den Präsidentenflieger und die Hubschrauberflotte der Regierung verkaufen. Kritiker werfen dem Präsidenten wegen seiner zur Schau getragenen Bescheidenheit Populismus vor.

„Robin-Hood-Institut“ zur Unterstützung des Volkes
Lopez Obrador hatte vor Kurzem versprochen, ein „Robin-Hood-Institut“ werde dem Volk das Diebesgut der Verbrecher und Korrupten zurückgeben. Tatsächlich wickelt nun eine bereits bestehende Unterabteilung des Finanzministeriums die Versteigerung der beschlagnahmten Güter ab.

Mexiko in den Fängen der Kartelle
Das organisierte Verbrechen hat Mexiko fest im Griff. Teile des Landes werden von mächtigen Drogenkartellen kontrolliert, Korruption ist weitverbreitet. Sicherheitsexperten raten seit Langem, verstärkt die Finanzstrukturen der Verbrechersyndikate ins Visier zu nehmen, anstatt immer nur Jagd auf die Kartellbosse zu machen.

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