Gebell stört Nachbarn

Streit könnte zwei Hunden das Leben kosten

Ein Nachbarschaftsstreit könnte zwei Hunden das Leben kosten: Sie würden zu oft und zu laut bellen. Ein Tierarzt-Gutachten bescheinigt Xeno und Nero, dass sie brav sind. Der Bürgermeister von Gaspoltshofen machte selbst eine Stricherl-Liste über die „Wuffis“ und erließ ein Halteverbot. Den Tieren droht die Einschläferung.

Der Fall ist skurril: Ehe das 25-jährige Frauchen nach Gaspoltshofen zog, wohnte es samt Hunden in Lambach, wo es keine Beanstandungen gab. In Gaspoltshofen beschwerten sich aber Nachbarn über das Bellen. FPÖ-Bürgermeister Wolfgang Klinger stellte sich selbst am 18. März von 9.30 bis 10.08 Uhr zum Anwesen, in dessen Garten die Hunde eingezäunt sind und zählte, wie oft sie bellen. Für den Ortschef zu oft. Zehn Tage nach der „Abhöraktion“ des Bürgermeisters kam ein Gutachten des Amtstierarztes, der wegen Beschwerden ebenfalls einen Lokalaugenschein machte und „kein übermäßiges Bellen verifizieren konnte“.

Angelegenheit des Bürgermeisters
„Die Hundehaltung ist Angelegenheit des Bürgermeisters“, erklärt er den Bescheid, dass die beiden Tiere der 25-Jährigen abzugeben sind. Der Hund ihres Freundes, der auch hier lebt, ist allerdings nicht betroffen. Xeno und Nero können abgenommen und – wenn kein neuer Platz gefunden wird – sogar eingeschläfert werden.

Am Rücken der Tiere
„Da wird ein Nachbarschaftsstreit am Rücken der Tiere ausgefochten“, sagt der Lebensgefährte (27) der Hundebesitzerin, die um das Leben ihrer Tiere fürchtet. Die Hunde würden mit Hupen und Stöcken provoziert und dann das Bellen protokolliert. Der Bürgermeister bleibt aber beim Hundehalteverbot: „Den Bescheid kann man beim Landesverwaltungsgericht beeinspruchen.“

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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