Peinliche US-Panne

Gesundheitsreform: Kinder-Absicherung ungenau geregelt

Ausland
30.03.2010 08:39
Bei der Verabschiedung der US-Gesundheitsreform ist eine peinliche Panne passiert: Ausgerechnet die Absicherung von Kindern ist in dem Gesetz nicht eindeutig geregelt. Präsident Barack Obama hatte zuvor mehrfach betont, nach der Gesundheitsreform müssten auch Kinder mit chronischen Krankheiten wie Asthma einen Versicherungsschutz erhalten.

Der Gesetzestext lässt in dieser Frage aber einen Interpretationsspielraum offen. Die Versicherungswirtschaft sagte am Montag indes zu, sie werde diese Lücke nicht ausnutzen.

Die Branche verstehe, wie dringend gerade Familien mit kranken Kindern eine Absicherung benötigten, schrieb die Präsidentin des Versicherungsverbands America's Health Insurance Plans, Karen Ignagni, in einem Brief an das Gesundheitsministerium.

Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius hatte zuvor betont, die Absicht des Gesetzgebers sei eindeutig. Die Vorsitzenden von US-Senat und Repräsentantenhaus hatten kurz nach Verabschiedung des fehlerhaften Gesetzestextes in einer gemeinsamen Erklärung klargestellt, dass eine Absicherung auch von Kindern mit Vorerkrankungen gewollt sei.

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