Fachkräftemangel

Keine konkreten Pläne für Digitalisierungs-HTL

Kein Standort, kein finanzielles Volumen und kein Zeitplan - das ist, laut einer Anfragebeantwortung von Minister Heinz Faßmann, der Stand bei der vor zwei Monaten angekündigten Digitalisierungs-HTL für Oberösterreich. Fix ist nur, dass die HTL in das Schulentwicklungsprogramm bis 2028 aufgenommen wurden.

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Bildungsminister Faßmann haben vor zwei Monaten eine neue HTL mit Schwerpunkt Digitalisierung für Oberösterreich angekündigt. Die Welser SP-Nationalratsabgeordnete Eva-Maria Holzleitner wollte nun Genaueres über das Vorhaben wissen: Die Anfragebeantwortung durch das Ministerium ist ernüchternd und könnte mit „nix is fix“ zusammengefasst werden. Der Bund spielt darin den Ball an die Bildungsdirektion für Oberösterreich weiter. Diese müsse Bedarf, Nachfrage und vor allem die finanziellen und budgetären Auswirkungen prüfen. Vor Vorliegen dieser Prüfverfahren „wäre eine abschließende Beurteilung rein spekulativ“, heißt es in der Antwort.

„Jetzt hat das Bundesministerium Schwarz auf Weiß bestätigt: Es gibt keine konkreten Pläne für eine neue HTL“, bilanziert Holzleitner. Für sie drängt die Zeit: „Der Fachkräftemangel in Oberösterreich ist absolut dringlich. Aktuell fehlen 30.000 Fachkräfte in technischen Berufe, in naher Zukunft werden es bereits 100.000 sein.“ Vom Ministerium erwartet sie sich konkrete Vorschlage. „Die Aufnahme in einen Plan bis zum Jahr 2028 ist zu wenig. Die Schule muss gebaut werden und es dauert auch, bis die ersten Schülerinnen und Schüler die neue HTL absolviert haben.“

Um das Anliegen voranzutreiben will sich die Nationalratsabgeordnete Unterstützung von SP-Landtagsklub in Oberösterreich holen: „Ich hoffe, dass auch der Landtag auf das Bildungsministerium einwirkt.“

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