So, 26. Mai 2019
16.05.2019 17:00

Es herrscht dicke Luft

Die Angst vor einer Fusion im Mondseeland ist groß

Die drei Mondseelandgemeinden Tiefgraben, St. Lorenz und Innerschwand ärgert ein Vorstoß des Mondseer Bürgermeisters. Er hat eine Gemeinde-Fusions-Expertin zur Studienerstellung bestellt, obwohl er sich zunächst auch dagegen ausgesprochen hat. Jetzt gibt’s den Konter der drei Nachbarorte.

Verwaltungsgemeinschaft poltert
„Bei allen Studien, die Frau Dr. Stöbich angefertigt hat, legt sie den Gemeinden ausschließlich Fusionen nahe. Wir suchen auch weiterhin die Zusammenarbeit, aber gleich heiraten, müssen wir deshalb auch nicht“, ist St. Lorenzs Ortschef Andreas Hammerl (ÖVP) über den jüngsten Vorstoß des Mondseer ÖVP-Bürgermeisters Karl Feuerhuber verärgert.

Vorwürfe gegen Feuerhuber
Er hat zunächst das Engagement Stöbichs abgelehnt, dann doch auf sie zurückgegriffen. Die Verwaltungsgemeinschaft der drei Gemeinden poltert: „In Mondseee hat man scheinbar die getroffene Vereinbarung vergessen. Auch die Behauptung Feuerhubers, dass das Land Oberösterreich zu einer Viererwaltung oder Fusion drängt und daran die Zusage für Fördermittel knüpft, stimmt nicht!“

Mondseer Bürgermeister versteht Aufregung nicht
Für Feuerhuber ist die Angst der drei Gemeinden jedoch unbegründet: „Frau Dr. Stöbich ist nicht beauftragt eine Fusion voranzutreiben, sondern eine Studie über die verbesserte Kooperation zu erstellen. Leider verweigern die drei Gemeinden die Mitarbeit und stellen keinerlei notwendige Daten zur Verfügung.“

Kooperationen wirtschaftlich rentabel
Geht es nach Feuerhuber, soll es mehr Kooperationen geben: „Es ist wirtschaftlich nur logisch, dass wir mehr zusammenarbeiten. Mit der Bauhofzusammenlegung machen wir einen weiteren richtigen Schritt in diese Richtung.“

Klärendes Gespräch
Um die Differenzen zu klären, werden sich die Ortschefs aller vier Gemeinden morgen, Freitag, zum Gespräch zusammenfinden.

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