Kompromiss gefunden

Bauern gewinnen “Krieg” gegen Heer um TÜPL-Felder

Niederösterreich
24.03.2010 17:38
Der Streit zwischen dem Bundesheer und jenen 78 Landwirten, die ihre Felder rund um den Truppenübungsplatz Allentsteig (NÖ) gepachtet haben, scheint mit einem Sieg der Bauern zu enden. Wie berichtet, erweiterte die Militärverwaltung das Sperrgebiet wegen zahlreicher Blindgänger, die dort nach Schießübungen liegen.

Die betroffenen Bauern, die bis zu 90 Prozent ihrer Felder verloren hätten, kämpften aber um ihr Ackerland. Sie gaben sich mit den neuen Verträgen nicht zufrieden und wollten ihre seit Jahrzehnten ohne Zwischenfall bewirtschafteten Felder nicht so einfach aufgeben. Noch bevor es zu einem "Bauernkrieg" im Waldviertel kommen konnte, trafen sich Vertreter der Streitparteien zu Gesprächen und konnten nun eine Lösung finden.

70 Prozent der Flächen gehen zurück
Landwirt Franz Huppert zur "Krone": "Rund 70 Prozent der Flächen kommen an die Bauern zurück. Die restlichen Felder werden getauscht. In den nächsten zwei Wochen sollen alle Details dazu zwischen der Landwirtschaftskammer und der Heeresverwaltung ausgehandelt werden." Der Kommandant des Truppenübungsplatzes, Josef Fritz: "Unser Ziel ist es, möglichst viele Flächen zurückzustellen oder Ersatzgründe zu beschaffen."

von Erich Schönauer, Kronen Zeitung

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