Lust am Morden

Frauenmörder tötete zur eigenen Befriedigung

Oberösterreich
24.03.2010 16:00
Der gefasste mutmaßliche Triebtäter hat den Kripo-Beamten am Mittwoch neuerlich stundenlang detailliert geschildert, wie er zwei Frauen in Rohrbach erdrosselt und massakriert hat. Und warum: "Lust am Töten als sexuelle Befriedigung", so die Polizei.

Weil sich der verdächtige arbeitslose Tischler (25) aus Rohrbach (im Bild im Vordergrund) gar so redselig gibt, wurde er gleich auch zu ähnlichen Frauenmorden in Salzburg und Tschechien sowie zu den ungeklärten Linzer Messerattentaten verhört. Doch der Verdächtige leugnete glaubhaft sowohl den Doppelmord im Drogenmilieu als auch den Mordversuch an einem Drogenarzt im März '08. "Er ist auch nicht süchtig, sondern alkoholabhängig – und sexuell schwerst gestört", sagten die LKA-Mordermittler. 

Fast perfekter Mord
Die abgebrühten Kriminalisten und Obduzenten zeigen sich erschüttert über die grausamen Details der beiden Rohrbacher Frauenmorde, von denen der erste "fast" perfekt war: Weil im Mai '09 ein wochenlanger Dauerregen sämtliche Beweisspuren von der Leiche des 59-jährigen Opfers gewaschen hatte, wurde die Bluttat im Wald bei der Wallfahrtskirche Maria Trost für eine Verzweiflungstat gehalten.

Symbolisches Mitleid
Bis am Montag, wie berichtet, das zweite Opfer (47) gefunden wurde: Mit sechs Messern im nackten Leib, mit blutigen Kreuzen auf Stirn, Oberarmen und Oberschenkeln. Und neben der Leiche Wasser und Blumen: "Das zeugt von einem Funken Mitleid, von einer symbolischen Wiedergutmachung nach einem Lustmord", sagt der Linzer Gerichtsmediziner Robert Lamprecht.

Kronen Zeitung
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