„Es sind Daten aus der traurigsten Statistik überhaupt“, sagt Walter Schieferer von der Tiroler Versicherung. „Ertrinken ist in Österreich die häufigste Todesursache bei Kindern zwischen zwei und vier Jahren. Besonders bedenklich: 90 Prozent aller Ertrinkungsunfälle passieren in unmittelbarer Nähe von Erwachsenen“, erklärt Schieferer.
Der so genannte „Todstellreflex“
Denn schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit kann zur Lebensgefahr werden: „Ertrinken passiert rasch und lautlos, Ertrinkende können meist nicht um Hilfe rufen.“ Zudem haben Kinder den so genannten „Todstellreflex“, heißt: „Gerät ihr Gesicht unter Wasser, verharren sie reglos und können den Kopf nicht heben“, erklärt Adolf Schinnerl, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes Tirol.
Unfälle mit Todesfolge in privaten Pools häufig
Fast die Hälfte der Unfälle passieren in öffentlichen Schwimmbädern oder Seen, über ein Viertel aber in privaten Pools. Besonders prekär: Betrachtet man die Ertrinkungsfälle mit Todesfolge, sind private Pools an erster Stelle – „dort wird der Unfall oft erst spät entdeckt – und die Erste-Hilfe-Kenntnisse der Aufsichtspersonen sind oft mangelhaft“, schildert Schinnerl. Eine gute Nachricht hat der Arzt aber auch: „In Tirol halten sich die Ertrinkungsunfälle in Grenzen. In den vergangenen zwei Jahren betraf es jeweils drei Kinder.“
Grundregeln am und im Wasser
Damit diese Zahl nicht steigt, sondern viel mehr sinkt – hier einige Tipps:
Wirkungsvolle Vorkehrungen
„Sicherheitsmaßnahmen wie Zäune und Absperrungen können zudem viel Leid vermeiden“, betont Franz Mair, Vorstand der Tiroler Versicherung. Die Broschüre „Sicherer Badespaß“ liegt in den Kundenbüros der Tiroler Versicherung auf.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.