Sechs Jahre Haft

Kassabon überführt Kindsmörderin nach 17 Jahren

Ausland
30.06.2026 10:12

Am 18. Mai 2009 machte ein Mann, der in den Müllcontainern im kalifornischen Union City nach Pfandflaschen suchte, eine schockierende Entdeckung. Zwischen blutverschmierter Kleidung fand er die Leiche eines neugeborenen Mädchens. Es dauerte fast zwei Jahrzehnte, bis die Mutter des toten Kindes ausfindig gemacht und jetzt wegen Totschlags verurteilt werden konnte. Ein Kassenzettel hatte Angela Ondutozu überführt.

Die Ermittler konnten weder die Eltern noch die Identität des Babys herausfinden. Das Mädchen wurde unter dem Namen Matea Esperanza begraben – „Esperanza“ ist das spanische Wort für „Hoffnung“. Im Juli letzten Jahres führte ein Cold Case-Team eine neuartige DNA-Analyse an den Beweisstücken aus der Akte Matea Esperanza durch.

Kassabon befand sich in blutverschmierter Jacke
Da die Mutter nicht vorbestraft und im Datensystem war, war es am Ende der in der blutigen Jacke gefundene Kassenbon der Großhandelskette Costco, der den Durchbruch im Fall brachte. Der Zettel führte die Cops zu Angela Onduto nach Denver. Gen-Analysen belegten: Die 47-Jährige war die Mutter des toten Babys.

Die Staatsanwaltschaft warf Onduto in ihrer Anklage vor, ihre Tochter in ihrem Apartment zur Welt gebracht, sie dann in der Badewanne ertränkt und in den Müllcontainer geworfen zu haben. Um einem Prozess zu entgehen, bekannte sich die Angeklagte wegen „Totschlags im Affekt“ für schuldig und wurde jetzt zu sechs Jahren Haft verurteilt.

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