In Niederthalheim:

Heliport nur wegen Jobs für Gemeinde spannend

In Niederthalheim und den Nachbarorten ist es das Aufregerthema schlechthin: In der Ortschaft Öldenberg will ein Bundesheermajor einen Hubschrauberhangar errichten. Bei einem Infoabend in einem Wirtshaus stand er nun der Bevölkerung Rede und Antwort. Das Projekt soll viel kleiner werden, als kolportiert wird.

„Der Saal im Wirtshaus war bummvoll“, spricht Projektgegner Berthold Gruber von 200 bis 300 Leuten. Auch aus Gaspoltshofen, Ottnang und Atzbach wären viele gekommen. Der Projektbetreiber versteht den Wirbel nicht: „Das Verfahren ist in einem Frühstadium und ich habe nichts verbrochen. Ich spiele zudem mit offenen Karten.“ Konkrete Zahlen zum Heliport samt Werkstätte will er trotzdem gegenüber der „Krone“ nicht nennen. Nur, dass die von den Gegnern verbreitete Zahl von 20 bis 30 Helis und bis zu 40 Mitarbeitern überzogen wäre. Auch die beantragten neun Starts- und Landungen pro Tag wären nur in Ausnahmefällen nötig. Und ein Rettungshubschrauber wäre nur sein Plan B, falls das Konzept mit der Werkstätte nicht aufgeht.

Luftfahrt könnte zuständig sein
Raumplaner Josef Sperrer gibt ihm Recht: „Zuerst sind drei Mitarbeiter vorgesehen. Er will einen Hangar für vier Helis hinstellen, später vielleicht erweitern.“ Sperrer hat der Gemeinde geraten, nicht gleich abzulehnen. Vor allem die Jobs wären interessant: „Aber wegen drei Mitarbeitern brauchen wir uns den Wirbel nicht antun, da muss er mehr bieten“, schießt Sperrer nach. Derzeit wird geprüft, wer genau zuständig ist. Sollte es die Luftfahrt sein, muss sich der Bund kümmern. Auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung wäre möglich.

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