02.05.2019 12:30 |

Neues Bier verkostet

Ein regionales Prost auf die Brauerei Starkenberg

Just am 1. Mai, dem traditionellen Tag der Bauernarbeit, wurde in der Tarrenzer Brauerei Starkenberg ein Biernovum verkostet: Das neue „HeimatBier“ entsteht ausschließlich aus regional angebauter Gerste.

Zillertal Bier machte es vor und kreierte das „Tyroler“. Ein Bier aus der alten Landsorte Fisser Imperial Gerste, angebaut auf rund 70 Hektar von heimischen Bauern. Jetzt zieht die Brauerei Starkenberg in Tarrenz nach. „Im Kampf gegen die Biergiganten wollen wir die Tradition im Sinne der Nachhaltigkeit wieder aufleben lassen“, eröffnete Martin Steiner, Geschäftsführer von Starkenberg, die 1. Mai-Matinee. „HeimatBier“ heißt die regionale Kreation aus Hopfen und Malz.

200.000 Mal regionaler Genuss zur Einführung
Für die vergleichsweise kleine Brauerei ist es ein Debüt, das im letzten Jahr begann: Acht Bauern von Kematen über das Mieminger Plateau bis Imst konnten als Partner gewonnen werden, um auf rund 10 Hektar die Gerstensorte „Salome“ anzubauen. Aus 23 Tonnen „Rohmaterial“ wurden letztendlich 18 Tonnen braufähige Gerste geerntet, der erste „Sud“ war nun verkostungsbereit.

„Es sollte etwas Besonderes werden“, erläuterte Braumeister Alexander Zeischka stolz, „ich verwende dafür nur eine Hopfensorte, was unüblich ist.“ Während der Führung durch die Brauerei, zu der auch Schüler der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HWL) Landeck eingeladen waren, wurde klar: Bierbrauen ist eine komplexe Angelegenheit mit vielen Fehlerquellen.

Die erste Verkostung verriet: ein regionales Zwicklbier (nicht filtriert) ohne Fehler! In rund zehn Tagen kann die Abfüllung von rund 200.000 Flaschen „HeimatBier“ begonnen werden, als erste wird die Lebensmittelkette MPreis beliefert. Steiner: „Jetzt hoffen wir, dass es vom Konsumenten auch angenommen wird.“

Anbaufläche wird sich dieses Jahr verdoppeln
Von den Bauern jedenfalls wird die neue Produktionschance angenommen, denn aus acht Vertragsbauern wurden im heurigen Jahr 15, die Anbaufläche wird sich verdoppeln. Die öffentliche Verkostung folgt am kommenden Sonntag im Rahmen des Tages der offenen Tür der Landeslehranstalt Imst am Gutshof in Brennbichl. Prost auf den Erfolg!

Hubert Daum, Kronen Zeitung

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