Skandal in Usbekistan
Rund 150 Kinder in Kliniken offenbar mit HIV infiziert
Dem Video zufolge sind 147 Kinder betroffen, mindestens 14 von ihnen sind bereits gestorben. Zwölf Ärzte und Krankenschwestern aus der Stadt Namangan im Osten des zentralasiatischen Landes seien zu Haftstrafen verurteilt worden. Kislow erklärte, die Behörden hätten sich um das internationale Ansehen Usbekistans gesorgt und einen Aufschrei in der Öffentlichkeit befürchtet, die Dokumentation sei deswegen nie ausgestrahlt worden. Er selbst habe das Video von einem Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden erhalten.
Behörden hatten Skandal 2007 dementiert
Auf den von Ferghana.ru veröffentlichten Bildern sind der Website zufolge Klinikmitarbeiter zu sehen, die sich unter Tränen entschuldigen, außerdem werden Interviews mit Müttern, betroffenen Kindern und einem Staatsanwalt gezeigt. Sie sprechen in Mikrofone mit dem Logo des usbekischen Staatsfernsehens. Kislow sagte, die TV-Dokumentation sei im Jänner 2009 entstanden. Ein ehemaliger Fernsehproduzent bestätigte, dass es sich um eine Produktion des staatlichen Fernsehens handelt. Ferghana.ru hatte von dem Fall bereits im Oktober 2007 berichtet, die Behörden hatten damals dementiert.
16.000 Fälle von HIV allein im Vorjahr
Nach Angaben der Vereinten Nationen infizieren sich in Usbekistan so viele Menschen mit HIV wie in kaum einem anderen Land weltweit. Im vergangenen Jahr wurde einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge rund 16.000 Fälle von HIV oder Aids gemeldet, das sind mehr als elfmal so viele wie 2001.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.