Das Rittertum war schon im Mittelalter eine reine Männerdomäne. Bis 1995 wurde dies auch in der Europäischen Weinritterschaft so gehalten. 2010 freut man sich bereits über einen Frauenanteil von zehn Prozent, so Tombor-Tintera.
Auch Frauen sind seit 15 Jahren dabei
Seit 15 Jahren können auch Frauen den Antrag zur Aufnahme in die Ritterliche Tafelrunde stellen. Sie werden als "Hospita" in den Ordo Equestris Vini Europae aufgenommen. In weiterer Folge können die Titel "Weindame" und "Ordenskreuzträgerin" verliehen werden. Die größte Auszeichnung für ein weibliches Mitglied ist das Ordenscape.
Die Zahl der Angehörigen des Ordens (Eidgenossen, Anm.) konnte in den vergangenen acht Jahren verdoppelt werden. Derzeit zählt die Weinritterschaft 4.000 Eidgenossen. Seit dem Jahr 2001 konnte ein ständiger Anstieg der Mitglieder gezählt werden. Mittlerweile freue man sich über einen Zuwachs von etwa 400 Weinliebhabern pro Jahr, so Tombor-Tintera.
Senatssitz liegt im Burgenland
In Österreich gibt es Consulate in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, in der Steiermark sowie in Tirol, Vorarlberg und im Burgenland, dem Senatssitz. Bundesweit zählt man derzeit insgesamt rund 1.500 Eidgenossen. In den 19 EU-Mitgliedsstaaten sind es etwa 1.600. Die verbleibenden 900 verteilen sich auf die Länder Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Schweiz und Serbien sowie Chile und Jamaica.
Für das Jubiläumsjahr 2010 sind in mehreren europäischen Ländern rund 160 Ritterfeste geplant. Als eine der beiden größten Veranstaltungen wird am 7. April zum ersten Mal ein Ritterfest im Wiener Rathaus stattfinden. Am 23. Oktober wird zudem in Eisenstadt das Internationale Stiftungsfest zelebriert.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.