Attraktiv oder nicht

Gesundheit im Land prägt bei Frauen Partnerwahl mit

Wissen
17.03.2010 15:32
Der allgemeine Gesundheitszustand der Bevölkerung eines Landes ist offenbar mitentscheidend dafür, was Frauen bei Männern attraktiv finden. Ist die Lebenserwartung niedrig und die Verbreitung ansteckender Krankheiten vergleichsweise hoch, dann bevorzugen sie eher Partner mit maskulinen Gesichtszügen, schreibt eine Forschergruppe um Lisa DeBruine von der University of Aberdeen in den "Proceedings B" der britischen Royal Society.

Als Ursache sehen die Forscher urtümliche Assoziationen: Frauen verbinden maskuline Gesichtszüge mit genetischer Gesundheit. Damit steige die Wahrscheinlichkeit zur Zeugung gut gerüsteten Nachwuchses, erklären die Wissenschaftler. Das wiederum sei in Ländern bedeutend, wo Gesundheit ein größerer Belang für das Überleben ist. Nachteil der maskulinen Männer: Sie gelten eher als unehrlich, unkooperativ und an kurzfristigen Beziehungen interessiert. Das erkläre, warum Frauen aus Ländern mit hohem Entwicklungsstand weniger dazu neigen, maskulin aussehende Männer zu favorisieren, schreibt das Team um DeBruine.

Für die Studie bewerteten 4.794 Frauen im Alter von 16 bis 40 Jahren aus 30 überwiegend westlichen Nationen verschiedene Fotos von Männern. Zu den Ländern zählten unter anderem Deutschland, Brasilien, Kanada, Russland und Schweden. Um jeweils eine maskuline (rechts im Bild) und eine feminine (links) Version der Porträts zu erhalten, bearbeiteten die Forscher die Bilder mit einem Grafikprogramm. 

Konnex zu jeweiligem Gesundheitssystem
Die Ergebnisse der Beurteilung verglichen sie mit Statistiken der Weltgesundheitsorganisation WHO zur nationalen Gesundheit der beteiligten Staaten. Darin inbegriffen sind Sterberaten von Kindern und Erwachsenen, Lebenserwartung und Todesfälle durch ansteckende Krankheiten.

Je niedriger der Gesundheits-Index einer Nation ist, desto höher ist die Präferenz für maskuline Männer. Diese Befunde seien unabhängig vom Durchschnittsalter der jeweiligen Landesgruppen und von individuellen Paarungsstrategien. Alle untersuchten Länder hätten allerdings einen relativ hohen Entwicklungsstand - zu untersuchen bliebe, ob die Befunde auch auf sehr arme Staaten zutreffen, schreiben die Forscher.

Foto: University of Aberdeen/Lisa DeBruine

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