Nicht zurechnungsfähig

Totes Baby in Gebüsch: Kein Verfahren gegen Mutter

Niederösterreich
14.04.2019 12:24
Porträt von krone.at
Von krone.at

Jene 18-jährige Mutter, die im vergangenen Dezember ihr eigenes Baby in Niederösterreich in ein Gebüsch gelegt hatte, war zu diesem Zeitpunkt nicht zurechnungsfähig. Das Ermittlungsverfahren wegen Mordverdachts wurde daher eingestellt.

Die 18-Jährige habe laut einem psychiatrischen Gutachten an einer postnatalen Psychose gelitten, sagte Rechtsanwalt Wolfgang Blaschitz. Das Baby war nach Angaben der jungen Frau am 7. November 2018 zur Welt gekommen. Sie habe keine Lebenszeichen bei dem Säugling wahrgenommen und keine lebenserhaltenden Maßnahmen gesetzt.

Das tote Baby war am 6. Dezember von einem Gemeindemitarbeiter in einem Gebüsch in Weikendorf entdeckt worden. Dem Obduktionsergebnis zufolge wäre der männliche Säugling lebensfähig gewesen. Die 18-Jährige wurde als Mutter ausgeforscht. Weil der Richter keine Haftgründe sah, wurde die junge Frau auf freien Fuß gesetzt.

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