60 Jahre „Krone“

Von der Baustelle zum Landeszentrum

Die „Krone“ schrieb Geschichten und Geschichte: von der Entscheidung für eine eigene Landeshauptstadt bis hin zu umstrittenen Projekten wie Semmering-Bahntunnel und Schiefergas. Immer dabei: Unabhängigkeit und viel Herz.

Auf der Überholspur ist Niederösterreich: Gute Wirtschaftsdaten, starkes Wachstum und der Ausbau der Infrastruktur – vom Internet bis zu Verkehrswegen – sorgen dafür, dass sich das Land zukunftsfit darstellt. Ein wichtiger Mosaikstein in der Entwicklung war die Entscheidung, eine eigene Landeshauptstadt zu errichten.

„Ein Land ohne Hauptstadt ist wie ein Gulasch ohne Saft“ war die Werbelinie. Mehrere niederösterreichische Städte brachten sich in Stellung und versuchten, den Zuschlag zu erhalten. Nach der Bürger-Abstimmung ließen die blau-gelben Politiker das alte Haus der Stände in der Herrengasse in Wien hinter sich und zogen 1986 in das Regierungsviertel in St. Pölten. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass ähnlich große Investitionen auch in den anderen Regionen getätigt werden sollen, die sogenannte Regionalförderung war geboren.

In der Zwischenzeit ist auch – begleitet von der regelmäßigen Berichterstattung der „Krone“ – eine Wissenschaftsachse entstanden. Vom Krebsbehandlungs- und Forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt über Labors in Krems und Tulln bis zu Studienplätzen in Klosterneuburg und Fachkompetenz in Lebensmittelbelangen in Wieselburg.

Mannigfach sind auch die Themen, welche die regionale „Niederösterreich-Krone“ seit ihrer Gründung 1979 begleitet hat: vom Glykolskandal über sinnlose Kraftwerksprojekte, die einzigartige Natur „verstaut“ hätten, bis zum - von der Landesregierung schließlich untersagten - Schiefergasabbau im Weinviertel. Ein Erfolg war auch der Widerstand der „Krone“ gegen das erste Projekt des Semmering-Bahntunnels. Die Pläne wurden geändert, eine ökologisch sensiblere Variante wird verwirklicht. Auch die Energiewende und die Aktion „Natur im Garten“ begleitete die „Krone“ aktiv mit. Das führt zurück nach St. Pölten, wo viele dieser Entscheidungen getroffen werden - und wo man sich berechtigte Hoffnungen auf das Prädikat „Europäische Kulturhauptstadt 2024“ macht.

Kommentar von Ressortleiter Lukas Lusetzky
Atomstrom fließt aus der Steckdose, statt der grünen Au wabert eine grün-braune Soße am Donauufer, der Wein wird nun durch Glykol süßer - gottlob ist das alles nicht wahr geworden! Vor allem in Niederösterreich hat die Berichterstattung der „Krone“ - siehe auch Seiten 54 bis 56 - das Land geprägt. Wichtig ist dabei auch oft die nötige Hartnäckigkeit. Denn zu Beginn der Schließung der Nebenbahnen sah es düster für diese öffentlichen Verkehrsmittel aus. Die „Krone“ machte es zum Thema, und inzwischen gilt die gerettete Mariazellerbahn als Vorzeigemodell, in anderen Regionen sollen die Schienenstränge ausgebaut werden. Auch der Schutz des Grünparadieses Wienerwald ist und bleibt Thema in der „Krone“. Die „Krone“ beweist Mut und Standfestigkeit mit der Berichterstattung des Niederösterreich/Burgenland-Ressorts. Darunter fällt auch der Identitätsfindungsprozess vieler Landsleute schlechthin. „Jetzt hat das Gulasch Saft“, schrieb der jetzige Motor-Chef der „Krone“ Detlev Schürr an dem Tag, als der Standort für die Landeshauptstadt in St. Pölten feststand - siehe Artikel links. Nach dem Umzug entwickelte sich das „Land um Wien“ zu dem Niederösterreich, in dem wir jetzt leben: innovativ, modern, weltoffen, reich an Arbeitsplätzen und Naturschönheiten. Wir stehen weiter dafür ein!

Kronen Zeitung

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